Tipps für Bewerbung Produktionshelfer

Eine gute Bewerbung bringt Sie dem Job als Produktionshelfer ein ganzes Stück näher.

Produktionshelfer wirken an der Fertigung von verschiedenen Gütern in den unterschiedlichsten Bereichen mit. Und obwohl sie wichtige Aufgaben übernehmen, brauchen sie nicht unbedingt eine Ausbildung. Selbst einschlägige Vorkenntnisse sind oft nicht notwendig. Denn die Hilfskräfte werden üblicherweise an ihrem Arbeitsplatz angelernt und in ihre Tätigkeiten eingewiesen. Andererseits bietet der Beruf verschiedene Möglichkeiten, um sich weiterzubilden und aufzusteigen. Kein Wunder also, dass Jobs als Produktionshelfer begehrt sind. Und die Bewerber sind bunt gemischt. Von Arbeitern ohne abgeschlossene Ausbildung über Quereinsteiger bis hin zu Studenten, die einen Nebenjob in den Semesterferien suchen, ist alles vertreten.

Sie haben eine passende Stelle als Produktionshelfer gefunden? Dann ist der erste Schritt zu Ihrem neuen Job eine Bewerbung. Doch die Konkurrenz ist oft recht groß. Denn Arbeitsplätze als Produktionsmitarbeiter sind beliebt. Umso wichtiger ist also, dass Sie mit einer aussagekräftigen Bewerbung punkten. Sie müssen den Arbeitgeber davon überzeugen, dass Sie alles mitbringen, was Sie für die Arbeit als Produktionshilfe brauchen. Das wiederum setzt voraus, dass Sie sich zuvor mit dem Aufgabenbereich und dem Unternehmen beschäftigt haben. Und dass Sie Ihre Stärken auf den Punkt bringen.

Wie das gelingen kann? Wir haben Infos rund um die Arbeit als Produktionshelfer zusammengetragen und geben Ihnen Tipps für die Bewerbung. Und eine Vorlage für das Bewerbungsschreiben haben wir ebenfalls für Sie.

Was macht ein Produktionshelfer genau?

Wie der Name schon sagt, helfen Produktionshelfer bei der Produktion. Dabei sind sie in den verschiedensten Branchen tätig und tragen dazu bei, dass Erzeugnisse aller Art gefertigt werden. Die möglichen Aufgaben sind dabei genauso vielfältig wie die Einsatzbereiche und die Produkte. So kann sein, dass sie Maschinen überwachen oder bestimmte Produktionsschritte kontrollieren. Sie können Erzeugnisse verpacken, Transportaufgaben übernehmen oder sich um die Lagerung kümmern. Reinigungsarbeiten sind ebenso denkbar wie das selbstständige Einrichten und Bedienen von Maschinen.

Angelernt und eingewiesen werden Produktionshilfen von ausgebildeten Fachkräften oder erfahrenen Kollegen. Am Anfang sind es meist einfache Hilfsarbeiten und zuarbeitende Tätigkeiten. Mit etwas Erfahrung im Gepäck können Produktionshelfer auch anspruchsvollere Aufgaben übernehmen. Und später ist sogar ein Aufstieg zum Produktionsleiter möglich.

Wo kann ein Produktionshelfer arbeiten?

Produktionshilfen können praktisch überall dort einspringen, wo Güter produziert werden. In Industriebetrieben und in großen Fabriken werden genauso Helfer beschäftigt wie im Handwerk. Viele Arbeitsplätze bieten der Metall- und der Maschinenbau. Aber auch in der Chemie-, der Pharma-, der Holz-, der Textil- und der Lebensmittelindustrie sind Produktionshilfen gefragt. Gleiches gilt für den Automobilbau.

Worauf sollte ich mich als Produktionshelfer einstellen?

Je nach Branche können die Arbeitsbedingungen sehr unterschiedlich sein. Generell sollte Ihnen aber klar sein, dass Sie als Produktionshelfer in Hallen oder Werkstätten arbeiten. Und dort von zahlreichen Maschinen umgeben sind. Es kann also, trotz Hörschutz, ganz schön laut werden. Hinzu kommt, dass oft Staub, Dämpfe und teils unangenehme Gerüche in der Luft liegen. Die Luft ist daher nicht die Beste. Und die Temperaturen sind mitunter hoch.

Bei der Arbeit tragen Sie normalerweise Schutzkleidung. Trotzdem wird es nicht ausbleiben, dass Sie sich die Hände schmutzig machen. Auch körperlich werden Sie gefordert. Denn Sie arbeiten oft im Stehen oder verharren längere Zeit in einer bestimmten Haltung. Und Sie müssen manchmal schwere Gegenstände heben und tragen. Körperliche Belastbarkeit ist deshalb wichtig. Schnelle, teils hektische Abläufe sind normal, denn die Produktion darf nicht ins Stocken geraten. Eine konzentrierte und aufmerksame Arbeitsweise ist somit auch bei Routineaufgaben Pflicht.

Vor allem in größeren Unternehmen arbeiten Sie als Produktionshilfe meist in Schichten. Dabei können neben der Früh- und der Spätschicht auch Nachtschichten anstehen. Dienste an Wochenenden und Feiertagen sind ebenfalls keine Seltenheit. Sie werden zwar üblicherweise mit Zuschlägen belohnt. Doch sie erfordern eben auch Flexibilität.

Wie kann ich Produktionshelfer werden?

Obwohl Produktionshilfen für einen reibungslosen Betrieb unverzichtbar sind, erwarten die Unternehmen von Bewerbern keine Ausbildung. Natürlich ist es von Vorteil, wenn Sie einen Schulabschluss, eine abgeschlossene Berufsausbildung oder Berufspraxis in der Fertigung mitbringen. Aber auch ohne Vorkenntnisse stehen die Chancen, eine Produktionshelfer-Stelle zu bekommen, gar nicht schlecht. Denn Sie werden ohnehin vor Ort eingewiesen. An Ihrem Arbeitsplatz werden Sie für Ihren konkreten Aufgabenbereich angelernt. Und der hängt sowieso immer vom jeweiligen Job ab.

Gute Karrierechancen

Haben Sie einige Zeit als Produktionsmitarbeiter gearbeitet und Ihre Kenntnisse ausgebaut, können Sie sich weiterbilden. Eine Möglichkeit dabei ist, dass Sie eine Ausbildung anfangen. Die Berufspraxis als Produktionshilfe kann dabei oft auf die Ausbildungsdauer angerechnet werden. Dadurch sind Sie schneller fertig und verbessern gleichzeitig Ihre beruflichen Aussichten und Ihre finanziellen Perspektiven. Ein Ausbildungsberuf, der sich in diesem Zusammenhang anbietet, ist der Industriemechaniker.

Aber auch innerhalb der Firma können Sie aufsteigen. Haben Sie genug Berufserfahrung gesammelt und sich bewährt, können Sie zum Beispiel verantwortungsvollere Aufgaben übernehmen. Sie können an Schulungen und Fortbildungen teilnehmen und es auf diese Weise sogar bis zum Produktionsleiter schaffen. In diesem Fall sind Sie für Ihren Produktionsbereich zuständig und lernen selbst andere Hilfsarbeiter an. Die Tätigkeit als Produktionshelfer bietet Ihnen damit die Möglichkeit, auch dann Karriere zu machen, wenn Sie eine ungelernte Arbeitskraft sind oder sich als Quereinsteiger beruflich neu orientieren möchten.

Beliebter Studentenjob

Produktionshelfer-Stellen sind auch unter Studenten beliebt, vor allem als Nebenjob in den Semesterferien. Denn so können Sie Geld verdienen, um sich Ihr Studium zu finanzieren. Gleichzeitig sammeln Sie praktische Berufserfahrung und eigenen sich Fachwissen an. Diese Kenntnisse verbessern die Chancen auf einen Job nach dem Studium. Das gilt insbesondere dann, wenn Sie sich für einen Studiengang wie zum Beispiel Produktionstechnik, Produktion und Logistik oder Betriebswirtschaftslehre mit dem Schwerpunkt Produktion entschieden haben. Vielleicht können Sie durch den Job als Produktionshilfe auch gleich Kontakte knüpfen, die Ihnen später helfen.

Was verdient eine Produktionshilfe?

Wie viel Sie als Hilfskraft verdienen, ist pauschal schwer zu sagen. Denn hier spielen verschiedene Faktoren eine Rolle. Das fängt damit an, in welcher Branche und für welches Unternehmen Sie tätig sind. Die Region wirkt sich ebenfalls auf das Einkommen aus. Daneben beeinflussen Ihr Schulabschluss, Ihre Berufspraxis und Ihre Qualifikationen den Verdienst.

Die Hauptrolle spielt aber der Job selbst. Je umfangreicher Ihr Aufgabenbereich ist und je anspruchsvoller Ihre Tätigkeiten sind, desto höher ist auch die Bezahlung. Doch eines ist sicher: Den gesetzlichen Mindestlohn bekommen Sie auf jeden Fall.

Wie bewerbe ich mich als Produktionshelfer?

Für die Bewerbung als Produktionshelfer gelten grundsätzlich die gleichen Regeln wie für jede andere Bewerbung auch. In welcher Form Sie sich bewerben müssen, steht in der Stellenanzeige. Möchte der Arbeitgeber eine Online-Bewerbung, füllen Sie das entsprechende Formular aus und laden die geforderten Unterlagen hoch. Sollen Sie vollständige Bewerbungsunterlagen einreichen, stellen Sie eine Bewerbungsmappe zusammen. In diesem Fall brauchen Sie folgende Bewerbungsunterlagen:

  • Bewerbungsschreiben
  • Lebenslauf mit Foto
  • Schul- und Ausbildungszeugnisse
  • Arbeitszeugnisse und andere Nachweise

Bei einer E-Mail-Bewerbung erstellen Sie ebenfalls eine normale Bewerbungsmappe. Nur verschicken Sie die Bewerbung nicht per Post, sondern eben per E-Mail. Möchte der Arbeitgeber nur eine Kurzbewerbung, reichen Sie Ihr Anschreiben und Ihren Lebenslauf ein. Die Zeugnisse lassen Sie weg. Und Sie brauchen bei einer Kurzbewerbung auch keine Mappe. Es genügt, wenn Sie die Unterlagen als lose Blätter in einen Briefumschlag stecken.

Das Bewerbungsschreiben

Im Anschreiben vermitteln Sie dem Personaler, warum Sie die Stelle möchten und was Sie dafür mitbringen. Es geht also in erster Linie um Ihre Motivation. Wichtig ist aber, dass Ihr Bewerbungsschreiben auf den Betrieb und die ausgeschriebene Stelle zugeschnitten ist. Kein Personaler möchte eine langweilige Standard-Bewerbung lesen, die so allgemein gehalten ist, dass sie an jedes beliebige Unternehmen geschickt werden könnte.

Am besten orientieren Sie sich deshalb an der Stellenanzeige. Welche Aufgaben werden dort genannt? Welche Anforderungen sollten Sie als Bewerber erfüllen? Greifen Sie diese Inhalte in Ihrem Anschreiben auf. Erklären Sie, was Sie an der Stelle reizt und warum Sie ausgerechnet bei dieser Firma arbeiten wollen. Und nennen Sie die Fähigkeiten und Eigenschaften, die Sie zum idealen Kandidaten machen. Aber stellen Sie nicht nur Behauptungen auf. Sondern nennen Sie Beispiele.

In der Stellenanzeige steht, wer Ihr Ansprechpartner ist. Richten Sie Ihre Bewerbung deshalb an ihn. Sollte kein Name angegeben sein, versuchen Sie, ihn herauszufinden. Denn die allgemeine Anredeformel “Sehr geehrte Damen und Herren” ist bestenfalls eine Notlösung.

Und noch etwas: Verzichten Sie auf die üblichen Floskeln. Großes Interesse an einer neuen beruflichen Herausforderung setzt der Personaler voraus. Eine schnelle Auffassungsgabe verspricht jeder Bewerber. Dass Sie sich gut in ein bestehendes Team einfügen und in stressigen Situationen den Überblick bewahren, hat er schon hundert Mal gelesen. Wenn Sie punkten wollen, lassen Sie solchen überflüssigen Schnickschnack also weg.

Ihr Anschreiben muss auf eine DIN A4-Seite passen. Kommen Sie deshalb auf den Punkt. Sieben bis zehn Sätze sollten genügen, um alle wichtigen Informationen zu vermitteln.

Der Lebenslauf

Den Lebenslauf erstellen Sie in tabellarischer Form. Dafür teilen Sie Ihre Daten in Kategorien wie

  • persönliche Daten
  • schulischer Werdegang
  • berufliche Stationen
  • besondere Kenntnisse und Fähigkeiten
  • Hobbys und Interessen 

ein. Die einzelnen Punkte beschreiben Sie dann mit aussagekräftigen Stichworten. Achten Sie auch hier ein bisschen darauf, dass Ihre Beschreibungen zu den Anforderungen und Aufgaben als Produktionshelfer passen. In der oberen Ecke, rechts neben den Angaben zur Person, platzieren Sie Ihr Bewerbungsfoto. Ihr Lebenslauf sollte höchstens zwei Seiten lang sein.

Übrigens: Als Produktionshelfer brauchen Sie manchmal den Führerschein. Manchmal wird auch ein Gabelstaplerschein erwartet. Haben Sie diese, führen Sie das unter besonderen Kenntnissen auf. Steht nichts davon im Stellenangebot, können Sie vor allem den Gabelstaplerschein auch im Anschreiben kurz erwähnen.

Die Zeugnisse und Nachweise

Was die Zeugnisse angeht, packen Sie Ihr Abschlusszeugnis oder Ihr letztes Schulzeugnis in die Mappe. Haben Sie Arbeitszeugnisse und Nachweise über Praktika, fügen Sie diese ebenfalls hinzu. Gleiches gilt Unterlagen, die weitere Qualifikationen belegen. Aber treffen Sie eine Auswahl. Denn es geht nicht darum, dass Ihre Bewerbungsmappe besonders dick wird. Den Personaler interessiert, ob Sie für den Job geeignet sind. Alles, was für die Stelle keine Bedeutung hat, können Sie deshalb ruhig weglassen.

Bewerbung Produktionshelfer: Musterbeispiel für das Anschreiben

Und als kleine Hilfestellung haben wir jetzt noch ein Musterschreiben für Sie. Schreiben Sie Vorlagen und Muster aber niemals 1:1 ab. Sondern nutzen Sie Bewerbungsvorlagen nur als Anregung. Eine erfolgreiche Bewerbung braucht nämlich immer eine persönliche Note. Schließlich geht es in Ihrer Bewerbung ja um Sie ganz persönlich.

Sehr geehrte Frau/geehrter Herr Name,

Sie suchen einen fleißigen, zuverlässigen und motivierten Mitarbeiter für Ihren Produktionsstandort in Musterstadt? Diese Aufgabe möchte ich gerne übernehmen!

Nachdem ich zwei Jahre als Produktionshelfer bei der Musterfirma in Beispielstadt tätig war, setzte ich meine Berufstätigkeit in der Produktion bei Musterunternehmen fort. Dort übernahm ich zunächst zuarbeitende Tätigkeiten. Mein handwerkliches Geschick und mein umsichtiger Umgang mit den Arbeitsmitteln trugen dazu bei, dass ich auch anspruchsvollere Arbeiten eigenständig übernehmen konnte.

Die Verladung und der betriebsinterne Transport der fertigen Produkte gehörten ebenfalls zu meinem Aufgabenbereich. In diesem Zuge habe ich den Gabelstapler-Führerschein gemacht.

Ich bin den Schichtdienst gewohnt und zeitlich flexibel. Die Stelle bei Ihnen könnte ich sofort antreten.

Über eine positive Rückmeldung und die Einladung zum Vorstellungsgespräch freue ich mich sehr.

Mit freundlichen Grüßen

Unterschrift

Übrigens: Der Beruf ist natürlich nicht nur etwas für Männer. Als Frau können Sie genauso als Produktionshelferin durchstarten. Wir haben es nur deshalb bei der männlichen Berufsbezeichnung belassen, damit der Text lesefreundlich bleibt.

41 Fragen aus dem Einstellungstest

41 Fragen aus dem Einstellungstest