Wer den Bewerbungsmappe Umschlag direkt in den Briefkasten wirft, sollte sicher sein, den Umschlag ausreichend frankiert zu haben.

Beginnen wir diesen Beitrag mit einem etwas ungewöhnlichen Bild. Stellen Sie sich vor, Sie sind frisch geduscht, haben keine Kosten für Haar- und Bodylotion gescheut, werfen sich dann aber wieder in die alten Klamotten der Arbeit, kämmen sich nicht und legen nicht einmal Deo auf. Was das mit Bewerbungsmappe, Umschlag, Beschriftung und Frankierung zu tun hat, kann ich Ihnen verraten: Die Bewerbungsmappe entspricht Ihnen in Ihrem frisch geduschten Zustand. Wenn Sie dann aber einen alten, zu kleinen Umschlag auswählen, den Umschlag unordentlich beschriften und nicht ausreichend frankieren, hätten Sie sich die Kosten für die teure Bewerbungsmappe auch sparen können. Sehen Sie die Analogie? Damit Ihnen das nicht passiert, haben wir Ihnen hier die wichtigsten Tipps zu Bewerbungsmappe, Umschlag, Beschriftung und Frankierung übersichtlich zusammengestellt.

Darauf sollten Sie bei der Wahl der Bewerbungsmappe achten

Die Kurzform einer Bewerbungsmappen-Kauf-Beratung sieht so aus: Geben Sie nicht unnötig viel Geld für eine Variante aus Leder oder dergleichen aus. Auch eine Investition in eine vierteilige Bewerbungsmappe ist meist unnötig. Die beste Wahl ist eine zwei- oder dreigeteilte Bewerbungsmappe – je nach Position auf die Sie sich bewerben. Tipps zur Anordnung der Unterlagen finden Sie meist direkt in der Mappe. Dort liegen Musterformulare bei, die anzeigen sollen, wo Sie das Bewerbungsanschreiben, den Lebenslauf und die Zeugnisse idealerweise platzieren.

Die Farben, die der Handel bei ausgewiesenen Bewerbungsmappen vorgibt, sind meist passend. Dabei handelt es sich um die Farben Rot, Grün, Blau und Schwarz. Bewerbungsmappen werden in der Regel aus Karton oder aus Plastik angeboten. Weißt ein Unternehmen nicht explizit aus, dass es keine Bewerbungsmappe möchte, dann können Sie selbst entscheiden, wo Sie Ihre Bewerbungsunterlagen zusammenführen.

Darauf sollten Sie bei der Wahl des Umschlags achten

Der wichtigste Tipp bei der Wahl des Umschlags ist hier: Der Umschlag sollte in jedem Fall groß genug sein und Platz für die Bewerbungsmappe sowie für das lose aufgelegte Bewerbungsschreiben bieten. Dabei passt nicht jede Mappe in jeden Umschlag. Idealerweise nutzen Sie Umschläge im Überformat (DIN B4). Wünscht ein Unternehmen keine Mappe, können Sie auf den DIN C4-Umschlag setzen. In diesen passen DIN A4-Blätter, aber keine Bewerbungsmappen.

Dieser Umschlag ist sicherlich auf dem Versandweg kaputt gegangen. Das wird Ihnen natürlich nicht negativ angekreidet.

Bezüglich der Farbe gilt: Ein weißer Umschlag wirkt in jedem Fall edler und ansprechender als die braune Variante. Wichtiger als die Farbe ist jedoch, dass es ein neuer Umschlag ist, der ordentlich, ungeknickt und nicht verschmiert ist. Sicherlich können Sie nicht wissen, was zwischen Briefkasten und Unternehmen mit dem Umschlag passiert, aber Versandschmutz kann meist recht leicht von fettigen Fingerabdrücken unterschieden werden.

Die Beschriftung hängt auch von der Wahl des Umschlags ab

Wer beim Absatz über die Wahl des Umschlags die Unterscheidung in einen Umschlag mit und ohne Sichtfenster vermisst hat, findet unter dieser Unterschrift nun die entsprechende Unterscheidung, denn diese hängt auch unmittelbar von der Art der Beschriftung des Umschlags ab.

Haben Sie einen Umschlag mit Sichtfenster, gibt dieses den Blick frei auf das Adressfeld auf dem Bewerbungsanschreiben, das zwingend in DIN 5008 erstellt werden muss, damit die Adresse lesbar ist. Das heißt, dass Sie sich nicht extra um eine Beschriftung des Umschlags kümmern müssen, wohl aber darauf achten müssen, dass über der Empfängeradresse des Unternehmens in einer kleineren Punktschrift Ihre Absenderadresse geschrieben steht.

Genau diese Absender-Empfänger-Kombination können Sie auch dann nutzen, wenn Sie einen Umschlag ohne Sichtfenster haben und die Adresskombination auf ein selbstklebendes Etikett drucken. Das ist im Übrigen die schickste Variante, einen Umschlag ohne Sichtfenster zu beschriften. Achten Sie darauf, dass die Ecken des Etiketts gut angedrückt sind, so dass sie nicht abstehen. Auch sollten Sie das Etikett möglichst gerade auf den Umschlag kleben.

Variante 3 ist die handschriftliche Variante, gegen die grundsätzlich nichts spricht, die aber in der Praxis unüblich geworden ist. Legen Sie den Umschlag so vor sich hin, dass er sich nach rechts öffnen lässt. Rechts oben ist Platz für die Briefmarke. Im rechten unteren Viereck steht die Adresse des Unternehmens, links oben Ihre Absenderadresse. Achten Sie darauf, in Ihrer ordentlichsten Handschrift den Umschlag zu beschriften und gerade zu schreiben. Ein untergelegtes Lineal kann hier helfen.

Ein Bewerbungsmappe Umschlag muss ausreichend frankiert werden

Bei allen Tipps um die Bewerbungsmappe, Umschlag, Beschriftung und Frankierung muss eins nun einmal ganz deutlich gesagt werden: Kein Personalreferent wird außerordentlich würdigen, wenn Sie besonders sauber geschrieben haben oder ein ordentliches Etikett verwendet haben. Was aber negativ (!) im Gedächtnis bleiben wird, ist die Tatsache, wenn Sie von den Tipps abweichen.

Das beste Beispiel ist hierfür die Frankierung des Umschlags: Kein Personalreferent wird Sie loben, wenn Sie den Bewerbungsmappe Umschlag ausreichend frankiert haben. Allerdings wird es negativ auffallen, wenn ein Unternehmen für Ihre Bewerbungsmappe Porto nachzahlen muss. Das kommt nicht gut an! Nachdem das Porto auch ein wenig davon abhängt, wie umfangreich Ihre Bewerbungsmappe letztlich ausgefallen ist, ist es wohl die sicherste Variante, Ihren Bewerbungsmappe Umschlag voll bepackt und ordentlich adressiert mit zu einem Postschalter zu nehmen. Dort wird dieser dann ausreichend und vor allem ordentlich frankiert, denn auch ein Stückelwerk aus mehreren Briefmarken kommt nicht gut an!

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