Wer immer Brille trägt, sollte sich auch so auf dem Bewerbungsfoto präsentieren.

Dieser Tipp ist vergleichsweise einfach zu geben, denn es gilt: Brauchen Sie immer eine Brille, sollten Sie diese auch auf dem Bewerbungsfoto tragen. Brauchen Sie nur zum Lesen oder nur zum Autofahren eine Brille, müssen Sie sich nicht mit dem Nasenfahrrad ablichten lassen. Diesen Ratschlag würde Ihnen zumindest der Personalreferent geben, der in erster Linie inhaltlich argumentiert. Der eine oder andere Fotograf hingegen freut sich indes darüber, wenn Sie die Brille abnehmen – denn dann wird die Aufnahme für ihn leichter, weil er nicht auf unschöne Spiegelungen und Reflexe achten muss. Soweit zur grundsätzlichen Idee. Doch gibt es auch einen Beruf, bei dem Brille gut ankommt?

Ja, beim angehenden Optiker!

Wer einmal ganz bewusst den Weg zum Optiker geht, der wird sehen, dass kaum ein Optiker keine Brille trägt, und dass die Brillenmodelle oft angepasst ans Outfit wechseln. Warum das so ist, wird klar, wenn Sie an eine Brille als ein Accessoire denken: Eine Brille ist längst nicht mehr nur ein Hilfsmittel, um besser sehen zu können, sondern eine Brille kann auch als Schmuckstück getragen werden – was ein Blick in die unzähligen Modellreihen mit unterschiedlichen Farben und Formen verdeutlicht. Kurz um: Wer sich auf die Ausbildung zum/zur Augenoptiker/-in bewirbt, der darf ganz klar Brille tragen.

Exkurs: Die Augenoptiker-Ausbildung

Die Ausbildung zum Augenoptiker ist eine dreijährige Ausbildung, die in die Rubrik „Handwerk“ eingruppiert wird. Augenoptiker kennen sowohl die handwerkliche Seite – die Herstellung von Sehhilfen – als auch die Kundenberatung, bei der sie Brillen und Kontaktlinsen verkaufen und Sehhilfen reparieren. Daneben erledigen sie auch kaufmännische Arbeiten bei einem Augenoptiker wie Bestell- und Zahlvorgänge.

Bewerbungsfoto: Mit oder ohne Brille?

Wie eingangs bereits erwähnt, sollten Sie sich nicht von einem Fotografen leiten lassen, der behauptet, dass ein Bewerbungsfoto mit Brille weniger schick ist. Diese Hinweise sind meistens ein Indiz dafür, dass der Fotograf es sich nicht zutraut, einen Brillenträger ordentlich und ohne Spiegelungen und Reflexe zu fotografieren – und das ist natürlich unprofessionell. Wechseln Sie den Fotografen, wenn Sie das Gefühl haben, dass er nicht kann.

Grundsätzlich jedoch nämlich, dass die Brille – wenn sie Ihr täglicher Begleiter ist – mit aufs Foto muss. Variieren dürfen sie natürlich die Brillenart, wenn Sie mehrere Modelle besitzen und dabei sollten Sie auch an das Styling-Thema denken: Passt die Brille zum Outfit, wirkt das Bild gleich viel stimmiger. Besonders leicht zu kombinieren sind randlose Brillen oder Modelle mit dunklem Rahmen. Schwieriger könnte es bei farbigen Modellen werden – dafür wird’s aber auch individueller.

Brillenträgerinnen müssen aufs Make Up achten

Die Kombination aus Brille und Stift lässt vermuten, dass diese junge Frau im Bildungssektor tätig ist.

Wer eine Brille trägt, hat den Vorteil, diese als Accessoire nutzen zu können – aber auch den Nachteil, die Brille mit dem Make Up in Einklang bringen zu müssen. Wie das am besten funktioniert, verraten diese Make Up-Tipps für Brillenträger:

  1. Wer eine moderne, große Brille trägt, die farblich hervorsticht oder dominant ist, sollte auf dezentes Augen Make Up setzen und eher die Lippen als Pendant betonen.
  2. Da Brillen nicht nur die Augen, sondern auch die Augenbrauen betonen, sollten diese in Form gebracht werden: Brauen gezupft und gegebenenfalls nachgestrichelt werden.
  3. Bei Brillenträgern ist ein breiterer Lidstrich erlaubt, wenn der Brillenrahmen entsprechend dick ist. Ist die Brille sehr schlicht, muss auch der Lidstrich entsprechend dünn gezogen werden.
  4. Die Wimpern dürfen (bei Kurzsichtigen) kräftig getuscht werden, um die Augenpartie zu betonen und nicht mit der Farbe des Brillenrahmens zu kollidieren.
  5. Concealer und Foundation sind ein Muss für Brillenträger, denn die Brille wirft in der Regel zusätzliche Schatten aufs Gesicht.

Schminktipps für Kurz- und Weitsichtige

Oft verfälscht das Brillenglas den Blick aufs Auge. So wirken die Augen von Kurzsichtigen durch das Brillenglas meist kleiner, die Augen von Weitsichtigen hingegen wirken größer als in Wirklichkeit. Um diese optische Täuschung mittels dem richtigen Make Up nivellieren zu können, gibt es diese zwei Tipps:

  • Schminktipp für Kurzsichtige: Helle und pastellfarbige Töne vergrößern das Auge und wirken der optischen Verkleinerung durch die Brillengläser entgegen. Ein Kajalstift ist tabu.
  • Schminktipp für Weitsichtige: Matte Töne auf dem Augenlid und ein dunkler Lidstrich sind ideal, um das Auge nicht überdimensioniert wirken zu lassen. Auch Mascara sollte nur sparsam verwendet werden.

Jobs für Brillenträger

Der eingangs erwähnte Augenoptiker ist natürlich nicht der Einzige, der sich mit Brille auf dem Bewerbungsfoto ablichten lassen kann. Auch Bewerbern, die sich auf eine lehrende Tätigkeit bewerben, steht eine Brille in der Regel gut, da sie ein Stück Intellektualität ins Bild zaubert. Wer hingegen in der Güter- und Personenbeförderung tätig ist, muss anhand eines augenärztlichen Gutachtens nachweisen, dass er oder sie keinerlei Einschränkungen hat und die Sehbehinderung auch nicht unter bestimmte Werte fällt, sonst ist’s mit dem Traumjob Bus- oder Lkw-Fahrer schnell vorbei. Regelmäßig müssen Bus- und Lkw-Fahrer ärztliche, augenärztliche und betriebsmedizinische Untersuchungen absolvieren, um ihre Fahrerlaubnis zu erneuern.

Bildnachweis: contrastwerkstatt/fotolia.com, DDRockstar/fotolia.com

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