Mit einem Füller wird Ihre Unterschrift am schönsten.

Kurz und knapp: Ja, Sie müssen Ihren Lebenslauf unterschreiben. Damit signalisieren Sie, dass Sie diese wichtigen, sensiblen Daten selbst erstellt haben und dabei mit größter Sorgfalt vorgegangen sind. Der Lebenslauf ist mit Blick auf die Wertigkeit ebenso wichtig wie das Bewerbungsschreiben selbst, welches auch mit Ihrer persönlichen Unterschrift besiegelt wird. Mit Ihrer Unterschrift bestätigen Sie auch den Wahrheitsgehalt der Unterlagen und verleihen Ihrer Bewerbung so eine professionelle Note. Auf was Sie bei der Unterschrift achten sollte, verrät Ihnen dieser Beitrag.

Die Recherchearbeit nach einem passenden Gesetz, das besagt, dass Sie Ihren Lebenslauf unterschreiben MÜSSEN, können Sie sich sparen. Das gibt es nämlich nicht. Es gehört schlicht zum guten Ton und ist eines der wenigen Relikte aus der alten Zeit, in der das Unterschreiben der Bewerbung auch bereits üblich war. Mit der zunehmenden Digitalisierung der Unterlagen hat die Unterschrift jedoch auch an Wert eingebüßt, denn diese gilt (in gescannter bzw. digitaler Form) längst nicht mehr als Original, so dass sie bei der digitalen Bewerbung häufig nur mehr als Ausschmückung angesehen wird.

Wenn Sie Ihren Lebenslauf unterschreiben, dann bitte richtig

Wenn Sie sich dafür entscheiden, Ihren Lebenslauf zu unterschreiben, dann sollten Sie einige Regeln dazu beachten. Und diese lauten:

1.) Unterschreiben Sie grundsätzlich mit Ihrem Vor- und Nachnamen. Schreiben Sie ordentlich und in einem Schwung, denn so mancher wird von Ihrem Schriftzug auf Ihre Persönlichkeit schließen. Eine Unterschrift aus einem Guss zeugt von Selbstsicherheit. Eine zittrige Buchstabenführung hingegen deutet eher auf ein unsicheres Verhalten hin.

2.) Positionieren Sie Ihre Unterschrift unter dem letzten Datensatz. Ob Ihnen dabei rechts oder links besser gefällt, ist unerheblich und liegt im Auge des Betrachters. Üblich ist die Unterschrift rechts zu platzieren, wenn Sie links noch einmal Ort und Datum anführen. Entfällt dies, können Sie auch links unterhalb der aufgeführten Daten unterschreiben.

3.) Achten Sie darauf, dass Ihre Unterschriften auf dem Bewerbungsschreiben und unter dem Lebenslauf identisch sind. Bei der digitalen Variante, bei der Sie Ihre Unterschrift einmal digitalisieren und dann mehrfach verwenden können, haben Sie es natürlich einfacher, doch rein rechtlich ist die digitale Unterschrift ohnehin nicht rechtskräftig. Unterschreiben Sie auf der Printvariante einfach in derselben Art und Weise. Vorher ein paar Mal auf einem weißen Blatt Papier zu üben, ist dabei durchaus erlaubt.

4.) Bei der Wahl des Stiftes gilt: Die traditionellste Form, der Füller, hinterlässt auch die schönste Unterschrift. Der Grund dafür ist meist die durchgängige Färbung sowie die symmetrischen, dicken Linien. Kurz um: Wer (noch) im Besitz eines Füllers ist, dem wird damit eine weitaus schönere Unterschrift gelingen als mit einem Kugelschreiber. Mit einem Kugelschreiber zu unterschreiben ist indes Gang und Gäbe. Sie sollten darauf achten, dass dieser blau schreibt und sich Ihre Unterschrift so vom Textdokument abhebt. Auch die Mine sollte nicht zu dünn, die Färbung hingegen durchgehend sein. Ist dies nicht der Fall, sollten Sie keinesfalls nachbessern. Das wird sonst nur zum unansehnlichen Geschmiere. Ein No-Go sind im Übrigen Fineliner, denn die Unterschrift mit dieser besonders dünnen Mine entspricht keinesfalls dem Anlass.

5.) Ziel soll sein, Ihren Lebenslauf zu unterschreiben, das heißt für besonders Kreative auch: Zügeln Sie sich und beschränken Sie sich auf eine Unterschrift mit Vor- und Nachnamen. Besonders ausladende Schriftzüge sind dabei ebenso tabu wie liebevolle Verzierungen. Smileys im Buchstaben „O“ passen nicht zur Bewerbung. Mit Blick auf die Größe gilt: Die Unterschrift darf nicht gequetscht wirken. Sehen Sie also ausreichend Platz dafür vor. Zwei Zeilenhöhen sind hier das Maximum der Größe.

Exkurs in die Graphologie

Graphologen hätten an diesen unterschiedlichen Unterschriften ihre helle Freude.

Graphologen hätten an diesen unterschiedlichen Unterschriften ihre helle Freude.

Auch wenn diese Überschrift nun einen höchst wissenschaftlichen Teil vermuten lässt, ist das falsch, den Graphologie, also die Lehre von der Bedeutung der Handschrift, ist keine anerkannte Wissenschaft, sondern – und damit kommen wir thematisch der Sache schon sehr nahe – eine Form der Persönlichkeitsdiagnose im Rahmen der Psychologie. Und damit landet die Graphologie allerdings auch sehr schnell in der Schublade „Hokuspokus“.

Was die Handschrift über den Menschen verrät, soll diese Auflistung zeigen:

  • Selbstverliebtheit, Egozentrie und Narzissmus. Das ist die Deutung eines dominanten Anfangsbuchstabens. Und das heißt: Der Bewerber hat zwar Ausstrahlungskraft und vielleicht sogar Führungsstärke, doch um seine Fürsorgepflicht und sein Verantwortungsbewusstsein für andere, ist es nicht gut bestellt.
  • Keine Teamplayer sind die Menschen, die spitz und auslaufend, dabei aber eigenwillig und sogar ein wenig unregelmäßig schreiben.
  • Als begeisterungsfähig und intellektuell gilt, wer die Buchstaben b, d, h, k, l und t (die sogenannten Oberlängen) besonders betont.
  • Tatendrang und Freiheitsliebe, im ungünstigsten Falle auch Stolz und Egozentrie, lassen sich an der Mittelzone des Wortes ablesen. Je ausladender diese ist, desto deutlicher ist auch die Ausprägung.
  • An der Ausprägung der Unterlängen (g, i, p, q, y) können Graphologen die materiellen Interessen ablesen.
  • Ausdauer und Wohlwollen ist die Assoziation mit einer Unterschrift, bei der die einzelnen Buchstaben strikt verbunden sind. Die Graphologen unterscheiden hier weiter in verschlossene Arkaden-Schreiben (Beispiel „m“), kontaktfreudige Girlanden-Schreiben (Beispiel „n“/„u“), durchsetzungsstarke Winkelschreiber (Beispiel „Konsonanten) und entscheidungs-unfreudige Fadenschreiber (Beispiel „n“/„m“).
  • Besonnenheit, Nüchternheit und Teilnahmslosigkeit sagt man denjenigen nach, die in einem aufrechten Schriftbild unterschreiben. Neigen sich die Buchstaben nach links, zeugt das von einer großen Ich-Bezogenheit, rechtsgeneigte Letter signalisieren Wärme und
  • Eine enge Schrift signalisiert Beherrschtheit, eine weite Schrift
  • Eine Kinderschrift zeugt von geistiger Armut, eine Verknappung und Individualisierung ist indes üblich.

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41 Fragen aus dem Einstellungstest

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