Ein Schülerpraktikum ist in einigen Schulen Pflicht. Wer darüber hinaus freiwillig ein Schülerpraktikum absolviert, sollte dies auch entsprechend kenntlich machen.

Wer sich um ein Schülerpraktikum bewirbt, der besucht eine Schule und hat in aller Regel einen übersichtlichen Lebenslauf ohne viel Inhalt, aber auch ohne Lücken und Dinge, die geschönt werden müssten. Fordert ein Betrieb einen Lebenslauf für ein Schülerpraktikum, möchte dieser in erster Linie wissen, ob der Schüler fähig ist, (nach Anleitung) den Lebenslauf für ein Schülerpraktikum anzufertigen. Der Aufbau dabei gleicht einem regulären Lebenslauf.

Aus diesen fünf Bausteinen wird ein Lebenslauf für ein Schülerpraktikum

1.) Der Lebenslauf für ein Schülerpraktikum beginnt mit den persönlichen Daten, die in erster Linie aus Adressdaten und Kontaktdaten bestehen. Tipp: Auch Schüler sollten sich eine E-Mail-Adresse zulegen, die einen seriösen Namen trägt und nicht etwa de Cliquen-Kosenamen beinhaltet. Eine Kombination aus Vor- und Nachname ist dabei die beste Empfehlung.

2.) An zweiter Stelle stehen die schulischen Stationen, die umgekehrt chronologisch sortiert werden, das heißt: Die aktuell besuchte Schule steht an erster Stelle. Gerade bei einem Lebenslauf für ein Schülerpraktikum ist es hier wichtig, den angestrebten Schulabschluss anzugeben und auch ein Datum, wann dieser voraussichtlich erreicht wird. Nicht selten hat sich aus einem Schülerpraktikum nämlich schon ein Ausbildungsplatz ergeben. Daneben sollten Schüler hier freiwilliges, schulisches Engagement erwähnen sowie besuchte AGs listen, die zeigen, dass der Schüler nicht nur gepaukt hat, sondern beispielsweise auch bei der Schulfirma-AG, bei der Foto-AG oder bei der Theater-AG interdisziplinär tätig war.

3.) Wer bereits das eine oder andere Praktikum absolviert hat, führt die Praktikastellen unter den schulischen Stationen auf und überschreibt dieses Kategorie schlicht mit dem Wort “Praktika”. Besonders eindrucksvoll ist, wenn zwischen Pflichtpraktika und freiwilligen Praktika unterschieden wird, denn so sieht der Personalreferent, dass der Schüler nicht nur praktische Erfahrungen sammeln musste, sondern auch wollte. Tipp: Beschreiben Sie immer Ihren Tätigkeitsbereich, anstatt nur zu nennen, in welchem Beruf Sie ein Berufspraktikum absolviert haben.

4.) Hobbys und ehrenamtliches Engagement sind im Lebenslauf für ein Schülerpraktikum von großer Bedeutung, den es vermittelt dem Personalreferent einen Eindruck davon, wie der Jugendliche lebt. Steht unter Hobbys nur „Computerspielen“ ist das vergleichsweise dürftig, denn schnell vermutet man hinter Computerzockern Eigenbrödler, die weder teamfähig sind, noch etwas anderes wahrnehmen außer der virtuellen Spielewelt. Sportliche Aktivitäten und Vereinsmitgliedschaften wirken hier viel besser.

5.) Last but not least werden nun noch spezielle (berufsbezogene) Kenntnisse und Fähigkeiten gelistet. Sprachkenntnisse sowie PC-Kenntnisse müssen immer unter Angabe des Kenntnis-Niveaus gelistet werden, damit sich der Personalreferent auch ein Bild machen kann, wie gut der Schüler die englische Sprache beherrscht, wenn er diese unter den Sprachkenntnissen listet.

Die Angaben müssen stimmen, denn Nachfragen sind üblich

Mia hat sich auf ein Praktikum als Kinderkrankenschwester beworben. Im Bewerbungsgespräch wurden ihre Angaben aus dem Lebenslauf für ein Schülerpraktikum auf den Prüfstand gestellt.

Schon als kleines Kind wollte Mia Kinderkrankenschwester werden.

„Ich war furchtbar aufgeregt, als ich zum Bewerbungsgespräch ins Krankenhaus kam. Allerdings wusste ich auch: Ich muss die Möglichkeit zum Berufspraktikum bekommen, denn schon seit ich das Wort aussprechen konnte, wusste ich: Ich will Kinderkrankenschwester werden.

Im Bewerbungsgespräch fragte mich die Schwester detailliert zu meinen Angaben im Lebenslauf. Dort hatte ich angegeben, dass ich Erfahrung in der Kinderpflege habe. Was ich damit meinte war, dass ich sowohl einen Babysitterkurs, als auch einen Kinder-Erste-Hilfe-Kurs absolviert hatte und meine Fähigkeiten in der Praxis bei zwei kleinen Brüdern unter Beweis stellen konnte.

Das habe ich natürlich so nicht geschrieben – was logischerweise zu Nachfragen führte. Doch damit nicht genug. Plötzlich lag eine Puppe vor mir, die ich wickeln sollte. Das konnte ich und eigentlich war ich sogar froh um den Praxistest, denn ich habe mich ziemlich geärgert, dass ich nicht einfach geschrieben habe, welche Kurse ich schon belegt hatte.

Es ist ja letztlich gut gegangen. Ich konnte alle Lücken mit Inhalten füllen und ging als erstes nach Hause, um meinen Lebenslauf für ein Schülerpraktikum weiter auszuarbeiten. Ich wollte einfach sichergehen, beim nächsten Mal genauere Angaben zu machen.

Ob ich den Lebenslauf für ein Schülerpraktikum nun noch brauche, weiß ich gar nicht, denn ich habe die Zusage für das Praktikum erhalten. Da meine Noten gut sind und mein Abschluss im nächsten Jahr ansteht, hat man mir die Option gegeben, wenn das Praktikum gut läuft, einen Ausbildungsvertrag zu bekommen. Das wäre natürlich das Beste, was mir passieren könnte.“

Mia hat das Praktikum mit Bravur gemeistert und gleich danach ihren Ausbildungsvertrag unterschrieben. Das ist nicht immer so, doch da gerade Schülerpraktika oft in den letzten Ferien vor dem Schulabschluss absolviert werden, ist es durchaus möglich, dass ein Schülerpraktikum zur Probearbeitswoche für eine Ausbildungsstelle wird. Das bedeutet auch, dass der Lebenslauf für ein Schülerpraktikum mindestens mit genauso viel Ordnungssinn und Akribie erstellt werden sollte wie für eine Ausbildungsstelle.

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