Bereits während der Schulzeit praktische Erfahrungen zu sammeln, ist heute das A und O auf der Suche nach Job oder Ausbildungsstelle.

Wer sich um ein Praktikum bewirbt, ist in den allermeisten Fällen Schüler. Oft sind Pflichtpraktika während Praxisphasen oder den Ferien vorgeschrieben, um den beruflichen Einstieg zu optimieren. Doch nicht wenige Schüler stehen dann vor der Frage: Lebenslauf für Praktikum – wie geht das denn? Im Grunde hat es jeder Schüler sogar leichter als ein Berufstätiger, denn die Daten und Unterlagen, die unterzubringen sind, sind übersichtlicher als bei denjenigen, die bereits eine Ausbildung abgeschlossen haben und vielleicht sogar noch ein- oder zweimal die Stelle gewechselt haben. Was alles in den Lebenslauf fürs Praktikum rein muss, klärt dieser Beitrag.

Lebenslauf für Praktikum: Kategorie „persönliche Daten“

Wer sich von der Schulbank aus auf ein Praktikum bewirbt, der beginnt den Lebenslauf fürs Praktikum in der Regel mit den persönlichen Daten. In diesen ersten Abschnitt gehören diese Daten:

  • Vorname, Nachname
  • Anschrift
  • Telefon (Festnetz, Handy)
  • E-Mail

Geburtsort und Geburtsdatum sind keine Pflichtangaben mehr, deswegen ist Ihnen auch freigestellt, ob Sie diese Angaben machen oder darauf verzichten. In aller Regel geht Ihr Alter nämlich auch aus Ihrer schulischen Laufbahn hervor. Bei der E-Mail-Adresse achten Sie bitte auf eine seriöse Adresse und nicht etwa eine Adresse, die mit Ihrem Spitz- oder Kosenamen beginnt. Meist steht neben den persönlichen Daten das Bewerbungsfoto.

Lebenslauf für Praktikum: Kategorie „Schulbildung“

Übrigens: Nicht nur Schüler, sondern auch Studenten sammeln in Praktika wichtige Praxiskenntnisse.

Die klassische Variante bei einem Schüler-Lebenslauf ist, mit der Grundschule zu beginnen und nacheinander in chronologischer Reihenfolge die anderen besuchten Schulen zu listen. In der Regel wird links der Zeitraum des Schulbesuchs angegeben und rechts Schulform, Schulname und Ort sowie ggf. die Abschlussnote. Wer möchte kann hier Hauptfächer oder freiwillige belegte Wahlfächer angeben, um das persönliche Profil zu schärfen.

Eine andere Möglichkeit ist es, wie die „Großen“ die schulischen Stationen umgekehrt chronologisch zu listen und mit der aktuellen Schule zu beginnen. In beiden Fällen gilt: Geben Sie bei der weiterführenden Schule an, welchen Schulabschluss Sie anstreben und wann Sie diesen Abschluss voraussichtlich erwerben können.

Lebenslauf für Praktikum: Kategorie „Schulpraktika“

Wenn Sie sich gerade auf Ihr erstes Praktikum bewerben, ist dieser Punkt natürlich überflüssig. Haben Sie allerdings bereits schon in anderen Betrieben praktische Erfahrungen gesammelt, sollten Sie diese hier (in derselben Chronologie wie die besuchten Schulen) listen. Geben Sie dabei stets an, wann Sie das Praktikum gemacht haben sowie den Arbeitgeber, den Ort und den Beruf, in dem Sie praktische Erfahrungen erworben haben.

Lebenslauf für Praktikum: Kategorie „Interessen und Kenntnisse“

Nun beginnt der Absatz, der mit zunehmender beruflicher Tätigkeit immer weniger Raum einnimmt, gerade in einer Praktikumsbewerbung aber ein entscheidender Faktor ist. Erwähnen können Sie hier sowohl Ihre Lieblingsfächer als auch Ihre Fremdsprachenkenntnisse, Ihre EDV-Kenntnisse und Ihre Hobbys.

Achten Sie bei der Angabe Ihrer Fähigkeiten darauf, dass Sie möglichst genau klassifizieren, welchen Qualifikationsgrad diese haben. Wenn Sie also Englisch in der Schule haben, aber schlecht sind, dann haben Sie Grundkenntnisse, aber nicht mehr. „Schnellschreiben am PC“ ist eine ebenso ungenaue Angabe, die durch die Zahl der Anschläge in der Minute präzisiert werden kann und damit an Aussagekraft gewinnt.

Lebenslauf für Praktikum: Hinweise zum Layout

Ein schlichtes Layout, das optisch die soeben geschilderten Bereiche unterteilt, ist funktional und einem Lebenslauf angemessen. Zu verspielt oder schnörkelig sollte es indes nicht werden. Achten Sie also darauf, nicht zu grelle Farben zu verwenden und immer im Hinterkopf zu behalten, dass Sie mit jedem Layout-Element nur ein Ziel verfolgen: den Lebenslauf für den Personalreferenten übersichtlich zu gestalten.

Das Layout sowie die verwendete Schriftart müssen durchgängig sein. Das heißt: Bewerbungsschreiben und Lebenslauf müssen im selben Stil erscheinen. Wenn Sie Überschriften oder Passagen hervorheben möchten oder wollen, dann tun Sie das, indem Sie die Schrift in einer etwas größeren Punktzahl wählen oder eine Fettschrift wählen. Wechseln Sie nicht die Schrift, das würde das Gesamtbild Ihrer Bewerbung zerstören.

Wenig Inhalt macht Details bedeutsam

Eine Praktikumsbewerbung ist in aller Regel karg an Inhalt, schließlich hat das bisherige Schülerleben noch nicht so viele Möglichkeiten geboten, Zertifikate und Zeugnisse einzuheimsen. Das macht grundsätzlich nichts, jedoch muss klar sein: Die Details werden dann umso wichtiger. Achten Sie auf ein ordentliches Gesamtbild und darauf, dass keine Rechtschreibfehler in Ihrer Bewerbung sind. Als Bewerbungsmappe tut es eine ganz einfache, ordentliche Bewerbungsmappe, in die Sie Bewerbungsschreiben, Lebenslauf und Zeugnisse einfügen.

Wichtig: Vergessen Sie nicht Ihren Lebenslauf mit dem Ort, dem aktuellen Datum und Ihrer Unterschrift zu versehen. Das ist zwar ein bisschen „alte Schule“, aber unterstreicht meist die Seriosität.

Spielen Sie mit dem Gedanken, nicht nur ein Praktikum zu absolvieren, sondern auch im Anschluss ein Praktikum zu absolvieren, müssen Sie mit einem genaueren Check Ihrer Daten rechnen. Besonders gern werfen Personalreferenten dann einen Blick auf die Aktivitäten der Bewerber – und zwar insbesondere auf die in sozialen Netzwerken. Raufbolde oder Hobby-Trinker haben es dann sehr schwer, an einen Ausbildungsplatz zu kommen, deswegen muss das soziale Profil auch in Ordnung gehalten werden, denn es ist die Fußnote zur eigentlichen Bewerbung.

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