Ein guter Lebenslauf Aufbau skizziert die Stationen der Karriereleiter.

Wer sich die Frage stellt, welcher Lebenslauf Aufbau denn nun für die Bewerbung empfehlenswert ist, bekommt in 90 Prozent der Fälle diese Antwort: der tabellarische Lebenslauf. Dieser gilt als guter Standard Lebenslauf mit dem man nichts falsch machen kann. Und die restlichen zehn Prozent? Die entfallen auf Sonderwünsche wie etwa einen ausführlichen Lebenslauf oder einen englischen Lebenslauf. Was der Unterschied ist? Der Lebenslauf Aufbau und die Präsentation der Inhalte. Auch die Reihenfolge unterscheidet sich, so soll dieser Beitrag diesen drei unterschiedlichen Lebenslauf Varianten gewidmet werden.

Der tabellarische Lebenslauf

Auch beim tabellarischen Lebenslauf gibt es noch zwei Untergruppen: die Reihenfolge für Schulabgänger und für Berufstätige. Was an erster Stelle ist, ist leicht zu merken.

  • Bei Schulabgängern, die sich um eine Ausbildungsstelle bemühen, steht die zuletzt besuchte Schule an oberster Stelle. Anschließend folgen die Schulen, die besucht wurden, und erst im zweiten Abschnitte geht es um Praktika, die im Berufsfindungsprozess absolviert wurden. Im dritten Teil steht die Auflistung weiterer Qualifikationen.
  • Bei Berufstätigen gilt: Die Auflistung der Meilensteine im Lebenslauf beginnt mit der letzten Arbeitsstelle. Rückwärts chronologisch sortiert werden dann die beruflichen Stationen dargestellt. Diesem Absatz folgen Fortbildungen und zusätzliche Qualifikationen und erst an dritter Stelle stehen hier die Schulbesuche.

Der tabellarische Lebenslauf wurde früher noch streng chronologisch sortiert. Das heißt, dass immer mit den schulischen Stationen begonnen wurde, egal wie lange diese zurücklagen. Auch war es üblich innerhalb der einzelnen Absätze streng in der Chronologie zu bleiben und mit dem am weitesten zurückliegenden Datum zu beginnen. Diese strenge Form ist mittlerweile einer moderneren und auch inhaltlich sinnvolleren Variante gewichen, denn wer sich einmal in die Person des Personalreferenten hineinversetzt weiß: Nicht die Grundschulzeit ist wichtig, sondern die aktuelle bzw. letzte Station im Leben.

Ungeschriebenes Gesetz ist, dass vor der Auflistung der Meilensteine im Lebenslauf ein Absatz zum Thema „persönliche Daten“ steht. Dieser wird immer karger, denn Gesetze schützen die Bewerber davor, zu viel von sich preiszugeben. War es einst noch üblich, sogar die Berufe der Eltern und Geschwister zu listen, bestehen die persönlichen Daten heute aus Anschrift und Kontaktdaten. Weder der Familienstand noch das Geburtsdatum müssen genannt werden.

Der englische Lebenslauf

Der englische Lebenslauf Aufbau hat nur wenige Parallelen zum tabellarischen Lebenslauf. Fordert ein Unternehmen die Einreichung eines englischen Lebenslaufs, so handelt es sich meist um einen international tätigen Betrieb oder um einen Konzern, dessen Firmenzentrale ihren Sitz im Ausland hat. Die Reinform des englischen Lebenslaufes gliedert sich in diese Teile:

  1. Qualification Summary“. Hier werden mithilfe von Fließtext und Bullet Points alle beruflichen Qualifikationen in Kurzform aufgeführt.
  2. Experience Highlights“. Hier werden die drei wichtigsten Qualifikationen ausgewählt und detaillierter dargestellt. Wichtig ist es bei der Auswahl darauf zu achten, dass die Qualifikationen auch zum Job passen. Tipp: Ein wenig Angeberei ist im englischen Lebenslauf durchaus angedacht, denn hier stehen die Erfolge im Fokus und nicht etwa die Persönlichkeit.
  3. Employment History“. In diesem Abschnitt werden Ihre Arbeitgeber gelistet. Allerdings kurz und knapp.
  4. Education & Training“. Schule, Ausbildung, Weiterbildung … All das gehört in diesen Abschnitt und zwar nach folgendem Schema: Name der Bildungseinrichtung, Ort, Zeitraum von / bis.
  5. Community Involvement“. An dieser Stelle ist ein wenig Raum für Persönlichkeit, denn unter Community Involvement versteht man ehrenamtliches Engagement.

Doch auch dieses starre Korsett scheint zu bröckeln. Gerne nutzen Bewerber die Kombination aus englischem und tabellarischem Lebenslauf. Nach den Punkten 1.) und 2.) folgt dann der chronologische Teil wie im tabellarischen Lebenslauf.

Der ausführliche Lebenslauf

Auch wenn es beim auführlichen Lebenslauf heißt, Sie dürfen Geschichten erzählen, sollten Sie den Personalreferenten damit nicht langweilen.

Auch der Lebenslauf Aufbau in der ausführlichen Form unterscheidet sich grundlegend von den anderen, hier vorgestellten Varianten, allerdings wird hier auch ganz deutlich, dass ein Lebenslauf nicht immer in einem knappen Stil gehalten werden muss, sondern durchaus auch ausformulierte Passagen beinhalten kann.

  1. An erster Stelle stehen ein bis drei Sätze zu den persönlichen Daten des Bewerbers. Tipp: Legen Sie Ihren tabellarischen Lebenslauf neben sich und formulieren Sie die dort notierten Daten aus.
  2. Beim ausführlichen Lebenslauf gilt ausnahmslos die Einhaltung der Chronologie, schließlich soll Schritt für Schritt die Geschichte des Bewerbers förmlich erzählt werden. Das heißt für den Lebenslauf Ablauf: Es folgt die Schulzeit. Inhaltlich betrachtet müssen Sie nun die bloßen Daten nennen und diese mit persönlichen Geschichten anreichern.
  3. Beim nächsten Block – Ausbildung und Studium – sollten Sie inhaltlich ausformuliert darstellen, was Sie gelernt haben, welche Schwerpunkte der Ausbildungsbetrieb hat oder welche Kurse Sie während des Studiums belegt haben.
  4. Anschließend folgt der Absatz zur Berufserfahrung. Dabei ist es wichtig, nicht nur die Stellen und Positionen zu erwähnen, sondern diese auch mit Leben zu füllen. Dabei geht es um die Darstellung der Aufgaben, aber auch der Fähigkeiten, die gefordert sind und erworben wurden, und um die Ausformulierung Ihrer Erfolge.
  5. Interessen und Hobbys können dann dargestellt werden, wenn sie einen inhaltlichen Bezug zur Stelle haben.
  6. Gerne lesen Personalreferenten hier ein, zwei Sätze über Ihre beruflichen Wünsche, Ziele und Perspektiven. Achten Sie darauf, nicht zu hoch zu greifen und sich eine Geschäftsführer-Position zu wünschen. Auch die Familiengründung sollte hier nicht stehen.

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