Direkt unter dem Strich ist ein guter Platz für das Bewerbungsfoto – direkt auf dem Deckblatt.

Wer sich – ohne rechtliche Verpflichtung – dazu durchringt, ein Bewerbungsfoto mitzusenden, steht gleich vor der nächsten Frage, denn einen festen Platz für das Bewerbungsfoto gibt es in der Bewerbungsmappe nicht. Manch einer schwört auf das Deckblatt als perfekten Ort für das Bewerbungsfoto, andere wiederum platzieren das Bewerbungsfoto direkt neben den persönlichen Daten oder im Lebenslauf. Vor- und Nachteile sowie die generelle Frage „wohin kommt das Bewerbungsfoto“ werden im Fokus dieses Beitrags stehen.

Das Bewerbungsfoto auf dem Deckblatt

Wer einen Blick in die Historie der Bewerbungen riskiert, dem wird schnell klar: Das Deckblatt ist erst in den letzten Jahren moderner und beliebter geworden, weil es doch eine Art feierliche Einleitung für die Bewerbung darstellt. Das Problem war nur: Was soll als „Einleitung“ groß und feierlich dargestellt werden? Schnell war vor dieser Überlegung klar, dass das Foto des Bewerbers dort platziert ganz gut wirkt. Mittlerweile ist es die Standardposition für das Bewerbungsfoto, obgleich es kein Muss ist.

Besonders gut wirkt das Bewerbungsfoto auf dem Deckblatt,

  • wenn es sich um ein modernes Querformat handelt.
  • wenn es sich um ein angeschnittenes Porträtfoto handelt.
  • wenn sich der Bewerber durch eine sehr eindrucksvolle Kombination aus Outfit und Hintergrund hervortut.
  • wenn sich der Bewerber um eine Führungsposition bewirbt.

Wer sich indes auf einen Minijob bewirbt oder um einen handwerklichen oder industriellen Ausbildungsberuf bemüht, der muss nicht zwingend auf ein Deckblatt setzen – und natürlich auch nicht das Bewerbungsfoto dort platzieren.

Das Bewerbungsfoto bei den persönlichen Daten oder im Lebenslauf

Es stimmt, dass das Bewerbungsfoto per se schon umstritten ist, denn es besteht keine Verpflichtung, ein Bewerbungsfoto mitzusenden – ebenso wenig wie persönliche Daten über Anschrift und Kontaktdaten hinaus preiszugeben. Das heißt, wer das Bewerbungsfoto bei den persönlichen Daten platziert, packt im Grunde alle „umstrittenen“ Daten zusammen.

Klassisch und gut ist, das Bewerbungsfoto bei den persönlichen Daten oder im Lebenslauf zu platzieren.

Von einigen Unternehmen wird diese Positionierung sogar explizit gewünscht. Andere wiederum achten akribisch genau darauf, kein Wort über die „strittigen“ persönlichen Daten und das Bewerbungsfoto zu verlieren – um ja keinen Rechtsstreit zu riskieren. Wer indes kein extra Blatt für die persönlichen Daten vorgesehen hat, kann das Bewerbungsfoto auch neben dem Lebenslauf platzieren, denn auch hier hat das Bild des Bewerbers eine inhaltliche Berechtigung. Dies ist im Übrigen auch die klassische Variante, die gängig war, bevor Gesetze das Bild nicht mehr nötig machten und bevor das Deckblatt zur beliebten Einleitung einer Bewerbung wurde.

Ganz grundsätzlich betrachtet eignet sich die Position des Bewerbungsfotos bei den persönlichen Daten oder im Lebenslauf,

  • wenn der Bewerber sich um einen Mini- oder Aushilfsjob bemüht.
  • wenn der Bewerber sich um einen Ausbildungsberuf bewirbt, der im Handwerk oder in der Industrie zu finden ist.
  • wenn der Bewerber sich um einen Job bewirbt, der keine Notwendigkeit aufzeigt, sich präsentieren zu müssen.

Wer sich indes auf einen Job bewirbt, bei dem er auch persönlich im Fokus stehen wird, ist das Deckblatt die bessere Wahl.

Nachlese: Halten Sie sich an diese Reihenfolge

Mittlerweile hat sich diese Reihenfolge für eine gute Bewerbung eingebürgert. Ausnahmen bestätigen die Regel, doch wenn Sie sich daran halten, sind Sie in jedem Fall auf der sicheren Seite.

  1. Deckblatt (optional)
  2. Anschreiben
  3. Lebenslauf
  4. Leistungsbilanz (optional)
  5. Anlagenverzeichnis (optional)
  6. Referenzen (optional)
  7. Arbeitszeugnisse
  8. Weiterbildungen, Fortbildungen, zusätzliche Qualifikationen (optional)
  9. Schulische Zeugnisse
  10. Arbeitsproben (optional)

Und wohin kommt das Bewerbungsfoto in der Mail oder online?

Besonders empfehlenswert ist es, die gesamte Bewerbung (die auch in ausgedruckter Form in die Bewerbungsmappe geheftet wird) in ein pdf-Format zu verwandeln und so per E-Mail an das Wunsch-Unternehmen zu schicken. Das heißt für das Bewerbungsfoto, dass es entweder auf dem Deckblatt, bei den persönlichen Daten oder im Lebenslauf steht und ein Teil des Gesamtdokuments wird.

Seltener hingegen wird das Bewerbungsfoto einzeln als jpg-Datei in den Anhang der E-Mail gehängt und abgesendet. Wenn Sie diese Variante wählen, sollten Sie akribisch genau auf die Benennung des Dokuments achten. Vorname_Nachname.jpg ist in diesem Zusammenhang eine gute Wahl, denn so kann der Personalreferent Ihr Bild immer wieder Ihren Unterlagen zuordnen. Besonders schick ist diese Variante allerdings nicht, denn je mehr einzelne Dokumente der Personalreferent öffnen muss, desto länger braucht er für die Bewerbung – und Zeit ist genau das, was er nicht hat.

Bewerben Sie sich über das Career-Portal eines Betriebs, so müssen Sie oft das Bild extra hochladen. Achten Sie auch hier auf die Datei-Benennung und darauf, dass die maximale Dateigröße nicht überschritten wird.

Bitte Sonderwünsche beachten!

Besonders dann, wenn Sie sich in einer Verwaltung bewerben, gibt es oftmals Sonderwünsche, die zwingend beachtet werden sollten. Wenn im Inserat geschrieben steht, die Bewerbungsunterlagen sollten lose geheftet sein, dann gilt das auch für das Bewerbungsfoto. Gängig ist dann, das Foto mit einer Büroklammer anzuheften oder alternativ auf einer extra Seite beizulegen, so dass es extra entnommen werden kann. Viel mehr Sonderwünsche werden Sie nicht konfrontieren, denn Unternehmen achten sehr darauf, nicht der Diskriminierung oder Ungleichbehandlung bezichtigt zu werden.

Bildnachweis: pia-pictures/fotolia.com‚ Ingo Bartussek/fotolia.com

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