Manager müssen ein ganzes Bundle an Fähigkeiten mitbringen, wenn Sie sich um einen entsprechenden Posten bewerben.

Manager ist heutzutage nicht mehr gleich Manager. Das heißt: Sie können Manager mit Führungsverantwortung sein und folgerichtig auch als Führungskraft agieren. Sie können aber auch Manager sein, wenn Sie im Kundendienst tätig sind. Daher ist es vergleichsweise schwer, eine pauschale Aussage zum Lebenslauf Manager zu treffen, denn dieser variiert nach dem jeweiligen Managerposten.

90 Suchergebnisse sind bei der Agentur für Arbeit zu finden, wenn die Suchanfrage lautet „Manager“. Sieben Managerposten sind davon über eine Ausbildung zu erreichen, neun nach einer Weiterbildung und 22 nach einem absolvierten Studium. Die größte Anzahl der Manager-Berufe ist aber mit der Kategorie „Ausübungsform“ oder „Tätigkeit nach Studium“ gekennzeichnet, was bedeutet, dass es nicht einen Weg zum Managerposten gibt, sondern unzählig viele – und genauso unterschiedlich kann auch der Lebenslauf Manager sein.

Die Stellenbeschreibung eines „Managers“

Die Arbeitsagentur definiert Manager so: „Manager/innen übernehmen Führungsaufgaben auf der mittleren bis obersten Ebene von Unternehmen und anderen Organisationen. Sie tragen die Verantwortung für die Entwicklung bzw. den Erfolg eines Betriebes oder zumindest einer Betriebssparte.“ Als Zugangsvoraussetzung wird ein abgeschlossenes Studium angegeben. Und der Aufgabenbereich eines Managers sieht so oder so ähnlich aus:

  • Controlling mit Blick auf Termine, Kosten, Qualität, Vorschriften
  • Durchführung von Wirtschaftlichkeits- und Schwachstellenanalysen
  • Erstellung von Prognosen zu Umsatz- und Gewinnerwartungen
  • Kalkulation von Kosten für Produktion, Betrieb, Personal
  • Konzeption, Einführung, Pflege und Überwachung von Systemstrukturen
  • Konzeptionierung, Projektplanung, Organisation, Erfolgskontrolle mit Blick auf die Unternehmensziele
  • Mitarbeiterführung, Personaleinsatzplanung
  • Planung und Steuerung von betrieblichen Prozessen, Produktionsabläufen, Arbeitsabläufen
  • strategische Planung, Festlegung von Zielen
  • Verhandlungen führen mit Kooperationspartnern, Kunden, Mitarbeitern

Lebenslauf Manager: Daran können Sie sich orientieren

Wer sich daran macht, sich als Manager zu bewerben und einen Lebenslauf Manager erstellen muss, der sollte mehrere Spickzettel verwenden, um sich auch passgenau bewerben zu können.

  1. Zum einen sind es die soeben genannten Aufgabenbereiche eines Managers, die durch theoretische und praktische Vorkenntnisse mit Wissen gefüllt sein müssen.
  2. Zum anderen muss fachliches Know-how eingebracht werden, denn Manager sind nicht ausschließlich Führungs- sondern auch Fachkräfte und das bedeutet, dass sie auch inhaltliche Kenntnisse der Materie haben müssen.
  3. Daneben gibt es ganz individuelle Anforderungen, die ein Betrieb an die Manager von morgen stellt und diese sind sowohl im Stellenprofil als auch in der Unternehmensphilosophie zu entdecken.

Besonderheiten des Lebenslaufs für Manager

Der Lebenslauf eines Managers ist in vielerlei Richtung etwas Besonderes. Die wichtigsten Tipps dazu haben wir hier für Sie zusammengestellt:

Einen Lebenslauf Manager zu erstellen, kann aufwendig werden, denn angeben ist erlaubt – arrogant sein ist hingegen verpönt.

Angeben ist wichtig und Erfolge dürfen inhaltlich sowie optisch betont werden. Das heißt in der Praxis: Auszeichnungen und die erfolgreiche Teilnahme an Audits sind wichtiger Bestandteil im Lebenslauf Manager. Wer kann, sollte mit Zahlen punkten – und angeben, was er/sie mit Blick auf die Geschäftszahlen erreicht hat. Kosteneinsparungen und Qualitätssteigerungen wirken an dieser Stelle besonders gut. Wichtig ist in diesem Zusammenhang das Stichwort Change Management. Im Lebenslauf Manager muss deutlich werden, dass Sie im Change Management schon praktische Erfahrungen gemacht haben. Nennen Sie dabei Beispiele, ohne Firmen-Internas auszuplaudern. Zeigen Sie auf, wie Sie aktiv gesteuert haben und nachhaltig Umstrukturierungen initiiert und begleitet haben.

Der Lebenslauf Manager gleicht nicht immer ein weißen Weste, das heißt: Fragezeichen und Lücken im Lebenslauf Manager sind erlaubt. Oft arbeiten Manager nur für einen begrenzten Zeitraum als Führungskraft und werden dann – wenn die Strategie des Unternehmens sich ändert – gegen einen anderen Manager ausgetauscht. Üblich ist durchaus auch das schnelle Abwerben von Führungskräften durch Headhunter. Daher gilt für den Lebenslauf Manager auch: Selten unterstellt man einem Manager Job-Hopping, doch Rückfragen im Vorstellungsgespräch wird es dennoch geben, denn ein Betrieb möchte herausfinden, ob der Bewerber als Manager gescheitert ist oder ohnehin die Stelle nur temporär begrenzt besetzt hat.

Der wichtigste Bestandteil eines Lebenslaufs Manager sind Referenzen. Wer sich als Manager bewirbt, muss also einen Leumund angeben, der in den allermeisten Fällen auch direkt befragt wird. Ein Ungleichgewicht ist erlaubt, denn die einzelnen Positionen im Lebenslauf dürfen hier durchaus unterschiedlich lang gestaltet werden. Die aktuellste Position sollte inhaltlich größer dargestellt werden, als ältere Positionen.

Die „anderen“ Manager

Wie eingangs bereits erwähnt, gibt es auch die „anderen“ Manager. Ein Sales-Manager kümmert sich um den Vertrieb, ein Facility Manager um ein Anwesen oder eine Immobilie und der Qualitätsmanager macht ebenfalls seinem Namen alle Ehre und überwacht die Einhaltung von gängigen Qualitätsstandards. Bei diesen „anderen“ Managern muss das Führungskräfte-Gen weit weniger gut ausgebildet sein als bei Managern in Führungspositionen. Hier nämlich wurde der Begriff „Manager“ dazu genutzt, den Berufsstand aufzuwerten, obgleich damit inhaltlich eine Fachkraft in einem speziellen Metier beschrieben wird.

Tipp: Führungskräfte werden selten über klassische Stellenanzeigen gesucht. Ein Blick in Job-Netzwerke wie LinkedIn oder Xing ist hier in jedem Fall sinnvoller. Wer indes in einer regulären Stellenanzeige liest, dass ein Manager gesucht wird, sollte im Detail das Anforderungsprofil studieren, um herauszufinden, ob eine Fachkraft oder eine Führungskraft gesucht wird. Dass der Karriereweg von der Fachkraft zur Führungskraft führt, ist übrigens ganz und gar nicht ausgeschlossen, sondern vielmehr ein gängiges Praxisbeispiel.

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