Eine Bewerbungsmappe mit Sichtfenster wirkt wie ein Rahmen.

Die Bewerbungsmappe mit Sichtfenster hat ähnliche Vorteile wie eine Bewerbungsmappe, die transparent ist: Sie lässt den ersten Blick des Personalreferenten gleich direkt auf den Bewerber bzw. die Bewerberin schwenken, denn im Mittelpunkt der Bewerbungsmappe mit Sichtfenster steht das Foto des Bewerbers inklusive dem Verweis auf den Job, auf den er sich bewirbt. Das ist die Standardvariante einer Bewerbungsmappe mit Sichtfenster. Manche Bewerbungsmappen haben etwas kleinere Sichtfenster, die in der Praxis auch als Businessmappen genutzt werden. Diese sollen hier nicht näher beschrieben werden. Stattdessen soll diskutiert werden, wie die Bewerbungsmappen mit Sichtfenster wirken.

Sie wirken als würde man ein Passepartout um das Bewerbungsfoto und den dazugehörigen Schriftzug legen. So ist die Bewerbungsmappe mit Sichtfenster wohl am besten zu beschreiben. Für den Bewerber bietet diese Form der Bewerber einige Vorteile:

  • Sie erregt Aufmerksamkeit, da sie eine Seltenheit auf den Stapeln der Personalreferenten ist und auch bleibt, denn Bewerbungsmappen werden öfter in die Hand genommen und haben immer gleichbleibend hohen Wiedererkennungswert.
  • Sie ist im Innenteil so strukturiert, dass sie auf zwei Seiten Klemmschienen hat. Dort können Sie Ihre Bewerbungsunterlagen gut unterbringen. In der Regel wird rechts der Lebenslauf platziert, der dann als kleines Inhaltsverzeichnis fungiert. Links ist Platz für die übrigen Unterlagen.
  • Sie können im Sichtfenster weit mehr als nur Ihr Foto und den Hinweis auf den Wunsch-Arbeitsplatz vermerken, aber überfrachten Sie den knapp bemessenen Platz nicht, sonst wirkt das schnell unschön. Denkbar ist jedoch auch den Namen und die zwei größten beruflichen Highlights zu vermerken, doch das muss letztlich jeder Bewerber selbst entscheiden.

Wer auf eine Bewerbungsmappe mit Sichtfenster setzt, muss das beachten …

Natürlich muss der Inhalt, der durch das Sichtfenster erkennbar sein soll, entsprechend auf einer Seite positioniert werden. Das heißt: Das Dokument muss entsprechend eingerichtet werden, damit Ihr Bewerbungsfoto und die gewünschten Informationen auch ordentlich im Passepartout ähnlichen Rahmen sichtbar werden. Zum Einrichten der Seitenabstände empfiehlt es sich links einen Seitenrand von 3,1 Zentimetern einzustellen, rechts einen Abstand von 3,5 Zentimetern, oben einen Abstand von 5,8 Zentimetern und unten einen Abstand von 5,7 Zentimetern.

Eine Bewerbungsmappe mit Sichtfenster wirkt wie ein Passepartout.

Darüber hinaus sollten Sie den folgenden Tipps folgen, um zu verhindern, dass ihre Bewerbungsmappe mit Sichtfenster schlampig aussieht:

  • Sinnvoll ist es, das Deckblatt so nah wie möglich am Sichtfenster anzukleben, sonst entsteht ein unschöner Spalt, der zudem die Gefahr birgt, dass sich dort andere Mappen oder weitere Unterlagen verhaken. Als Kleber empfehlen sich Kleberoller, die rein optisch an die Roller erinnern, die Schreibfehler mit weißer Farbe übermalen und dann wieder überschreibbar machen. Diese Kleberoller haben den Vorteil, dass der Kleber nicht tropft und keine unschönen Klebefäden gezogen werden.
  • Um Ihr Deckblatt im Passepartout entsprechend zu schützen, können Sie zudem noch eine Folie verwenden. Dies wird allerdings nicht uneingeschränkt positiv bewertet, denn während die einen es als Schutz des Deckblatts sehen, empfinden es andere wiederum als Distanz zwischen Bewerber und Personalreferent.

Bei der Bewerbungsmappe mit Sichtfenster zählt der erste Eindruck

Wer sich für eine Bewerbungsmappe mit Sichtfenster entscheidet, sollte auch bei der Anfertigung des Bewerbungsfotos sehr gewissenhaft vorgehen, denn das Bewerbungsfoto sticht nun mal sofort ins Auge, wenn der Personalreferent die Bewerbungsmappe aus dem Umschlag nimmt. Besonders modern sind aktuell Bewerbungsfotos im Querformat. Auch Bilder, auf denen der Bewerber professionell angeschnitten ist, werden immer häufiger von professionellen Fotografen erstellt, denn auch sie sind eine Besonderheit bei der Vielzahl der Bewerbungsfotos – und eine Besonderheit kann auch in einem entsprechend besonderen Rahmen platziert werden wie etwa in einer Bewerbungsmappe mit Sichtfenster.

Trendreport: das Nonplusultra einer Bewerbungsmappe

Fährt man nun das Detailwissen aus verschiedenen Bereichen zusammen, könnte man Tipps für die perfekte Bewerbungsmappe zusammenstellen, die so aussehen könnten:

  • Die Bewerbungsmappe sollte in dunklen Farben gewählt werden. Das wirkt edel.
  • Eine zwei- oder auch dreiteilige Klappvariante wird gern gesehen.
  • Wer nach etwas Speziellem sucht, setzt auf eine transparente Bewerbungsmappe oder eine Bewerbungsmappe mit Sichtfenster.
  • Die Bewerbungsmappe sollte idealerweise in einem Umschlag mit Sichtfenster verschickt werden. Alternativ dazu können die Absender- und Empfängeradresse auch auf ein Etikett gedruckt werden, wenn der Umschlag kein Sichtfenster
  • Der Umschlag muss ausreichend frankiert

Darüber hinaus ist natürlich auch der Inhalt entscheidend. Neben der jobspezifischen Auswahl der Anlagen, kommt insbesondere dem Bewerbungsschreiben eine große Bedeutung zu – und das nicht zuletzt deswegen, weil viel zu viele Schreiben im 0-8-15-Stil geschrieben sind und wenig über die Person verraten, die sich bewirbt.

Die Faustformel lautet: Eine Unternehmen ist mindestens ebenso an Ihrer fachlichen Qualifikation interessiert, wie an Ihnen als Person. Davon können Sie ausgehen, wenn Sie sich um eine langfristige Mitarbeit bemühen, denn dann sollten Sie in den Augen des Betriebs auch zur Firma passen. Wie Sie Persönlichkeit zeigen? Das ist gar nicht so schwer, wie es klingen mag, denn wichtig ist nur, dass Sie keine formulierten Floskeln verwenden und stattdessen eine persönliche Geschichte erzählen. Tipp: Beschreiben Sie, wie teamfähig Sie sind, anstatt nur platt zu schreiben, dass Sie teamfähig sind.

Bildnachweis: Robert Kneschke/fotolia.com, Giuseppe Porzani/fotolia.com

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