Die Kopfzeile über dem Lebenslauf eignet sich gut, um dort Kontaktdaten einzufügen.

Nein. Nicht zwingend. Manche behelfen sich damit, in der Lebenslauf Kopfzeile die Kontaktdaten anzugeben. Das hat zwei Vorteile: 1.) entsteht mehr Platz auf den Seiten des Lebenslaufes, weil die persönlichen Daten nicht mehr gebraucht werden und 2.) kann eine Lebenslauf Kopfzeile dem einheitlichen Erscheinungsbild einer Bewerbungsmappe zuträglich sein, denn viele nutzen die Kopfzeile als durchlaufendes Element einer Bewerbung. Wie eine Kopfzeile aufs Blatt kommt, wie sie als Überschriften-Reiter funktioniert und wie sie dann letztlich auch „ankommt“, soll dieser Beitrag zeigen.

Die Theorie: So wird eine Kopfzeile angelegt

Gehen wir einmal davon aus, dass das am häufigsten verwendete Textverarbeitungsprogramm für eine Bewerbung Word aus dem Office-Paket ist. Nutzen Sie dieses, können Sie mit den folgenden Schritten schnell und einfach eine Kopfzeile kreieren und einfügen.

  1. Klicken Sie auf der Startleiste auf den Reiter „Einfügen“.
  2. Wählen Sie dann in der Kategorie „Kopf- und Fußzeile“ die Kopfzeile aus.
  3. Wählen Sie das Layout der Kopfzeile, das zu Ihrer Bewerbung passt.

Tipp: Eine schlichte Kopfzeile ist immer besser, eine Seitenzahl hingegen brauchen Sie nicht, denn diese würde den Leser nur verwirren.

Apropos Leser: Wie kommt eine Lebenslauf Kopfzeile eigentlich beim Personalreferenten an?

Wer sich als Bewerber die Kopfzeile als grafisches Element auserwählt hat, der kann mit der durchgängigen Verwendung durchaus auch beim Personalreferenten Pluspunkte sammeln, denn: die Lebenslauf Kopfzeile kann im Grunde auf jedem einzelnen Bestandteil der Bewerbung aufgebracht werden.

Eingangs beschrieben wurde eine Variante für eine Lebenslauf Kopfzeile: Um Platz zu sparen, werden in der Kopfzeile die Kontaktdaten (die Kurzform der persönlichen Daten) eingefügt. Das hat den Vorteil für den Personalreferenten, dass dort alle wichtigen Kontaktinformationen auf einen Blick gebündelt sind. Meist zieht sich diese Form der Lebenslauf Kopfzeile dann durch die komplette Bewerbung. Das heißt, dass der Personalreferent im Grunde auf jeder Seite sofort die wichtigen Kontaktdaten zur Hand hat, die er braucht, um so schnell wie möglich mit dem Bewerber ins Gespräch zu kommen – ohne dass er lange blättern muss.

Die zweite Variante für eine Lebenslauf Kopfzeile ist, diese als Überschriftenzeile zu nutzen. Das heißt: Über dem Lebenslauf steht dann „Lebenslauf“, über der Dritten Seite „Dritte Seite“, über den eingescannten Zeugnisse „Zeugnisse“. So dient die Lebenslauf Kopfzeile als hilfreiche Kategorienleiste, die dem Personalreferenten eine gute Übersicht in der Bewerbungsmappe ermöglicht.

Nachgefragt: Wünscht sich der Personalreferent eine Lebenslauf Kopfzeile?

Personalreferent: Ja, durchaus. Ich persönliche halte die Lebenslauf Kopfzeile für ein sinnvolles Element, wenn es auf jedem Blatt der Bewerbungsunterlagen steht und dort immer die Kontaktdaten aufgeführt werden. Das wirkt auf mich seriös und professionell und serviceorientiert, weil ich nicht lange nach der Telefonnummer suchen muss.

Das heißt, Sie stört es nicht, wenn die persönlichen Daten entfallen?

Personalreferent: Nein, ganz und gar nicht. Diese sind durch die rechtlichen Bestimmungen ohnehin ständig beschnitten worden und sind mittlerweile recht inhaltsleer, finde ich. Familienstand, Alter, Konfession, … Diese Angaben standen früher in den persönlichen Daten. Heute ist das nicht mehr nötig, warum also platzraubend die Kontaktdaten darstellen, wenn eine Kopfzeile doch dafür der perfekte Ort ist. Zudem hilft die Lebenslauf Kopfzeile dabei, selbst ohne groß angelegtes Layout einen roten Faden zu erschaffen, der sich durch die Bewerbung zieht. Großartig finde ich das!

Und welche Informationen möchten Sie in der Lebenslauf Kopfzeile lesen?

Personalreferent: Vorname, Nachname, Adresse, Telefonnummer, E-Mail. Das reicht vollkommen.

Sehen alle Ihre Kollegen das so?

Personalreferent: Ich denke, man kann es nie allen Recht machen und natürlich sehen dies auch nicht alle meine Kollegen gleich, doch die Mehrheit weiß: Die Rubrik „persönliche Daten“ ist in den meisten Fällen überflüssig geworden, warum also nicht einen anderen Platz für die Kontaktdaten finden?

Ist denn die Lebenslauf Kopfzeile nur für den Lebenslauf sinnvoll?

Personalreferent: Nein, ganz und gar nicht. Wie ich eingangs sagte, eignet sich die Lebenslauf Kopfzeile insbesondere dafür, auf jeder Seite zu erscheinen. Auf dem Anschreiben ersetzt sie den Absender-Block, auf der Dritten Seite ebenso. Selbst auf der Seite der Referenzen machen sich die Kontaktangaben gut. Es ist eines der wenigen Stilmittel in einer Bewerbung, die wirklich sinnvoll sind.

Guter Tipp. Was sind denn dann sinnlose Stilmittel?

Einen QR-Code in die Bewerbung einzufügen ist unnütz, so der Personalreferent.

Personalreferent: Sinnlos ist es in meinen Augen einen QR-Code anzubringen. Das mag zwar modern wirken, aber ein Personalreferent sitzt in aller Regel vor dem Desktop-Rechner und tippt dort die URL ein. Mit dem Scanner dann den Barcode einzulesen und mit dem Smartphone weiterzuarbeiten, ist meines Erachtens nicht praxistauglich. Aber das ist meine persönliche Meinung. Ich kenne auch Abteilungsleiter, die das praktisch finden, wenn Sie beispielsweise unterwegs sind und schnell man den Bewerber-Check dazwischen schieben können.

Gibt es denn noch etwas, worauf ein Bewerber lieber verzichten sollte?

Personalreferent: Jede Menge Fotos! Ich kann mich noch an eine Bewerbung erinnern, bei der die Bewerberin ganz viele kleine Passfotos auf dem Deckblatt positioniert hat. Ich glaube, sie wollte zeigen, wie facettenreich sie ist, weil sie immer anders gekuckt hat, aber inhaltlich bedeutsam war dies für die Bewerbung keineswegs.

Bildnachweis: MH/fotolia.com, Jan Engel/fotolia.com

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