Wer sich über den „Lebenslauf Uni“ informiert, kann dort studieren wollen oder sich fragen, wo das Studium im Lebenslauf notiert wird.

Beides ist wichtig und richtig. Natürlich muss im Lebenslauf Uni erwähnt werden, wenn Sie eine Universität besucht haben. Idealerweise haben Sie dort sogar einen Abschluss mit einem akademischen Titel erreicht. Doch es gibt noch eine andere Situation, in der der Lebenslauf Uni zum Suchkriterium werden könnte – nämlich dann, wenn die Uni einen Lebenslauf fordert, um sich um einen Studienplatz zu bewerben. Antworten auf beide Fragen zum Thema „Lebenslauf Uni“ erhalten Sie in diesem Beitrag.

Im Lebenslauf Uni erwähnen – wie funktioniert das?

Ein Hochschulabschluss ist in aller Regel der höchste zu erwerbende schulische Abschluss und steht damit unter der Headline „Schule“. Da es sich um den höchsten Abschluss handelt, führt dieser die Kategorie an (bei einer umgekehrt chronologischen Reihenfolge). Im tabellarischen Lebenslauf ist es wichtig, den Zeitraum anzugeben, in dem Sie die Universität besucht haben und auch, welchen Abschluss Sie dort erworben haben. Inhaltlich sinnvoll, aber nicht verpflichtend ist auch, die Abschlussnote sowie die Hauptfächer im tabellarischen Lebenslauf zu erwähnen.

Im ausführlichen Lebenslauf dürfen Sie sogar ein wenig von Ihrer Uni-Zeit erzählen. Natürlich sind Studentenpartys und Co. nicht Inhalt Ihres Berichts, sondern die Seminare und Inhalte, die Ihnen während Ihrer Zeit an der Universität besonders gefallen haben oder die Ihnen besonders weitergeholfen haben auf Ihrem akademischen Weg. Auch für zusätzlich belegte Seminare ist an dieser Stelle genug Raum.

Das Zeugnis der Universität legen Sie Ihrer Bewerbungsmappe eigentlich immer bei, denn es bezeugt nicht nur Ihren höchsten schulischen Abschluss, sondern weist auch Ihren erworbenen akademischen Titel aus.

Den Lebenslauf an eine Uni richten – worauf ist zu achten?

Wer in den Hörsaal strebt, muss eine passende Bewerbung abgeben.

Wer die Bewerbungsmodalitäten der Wunsch-Hochschule aufmerksam liest, der wird schnell erkennen: Manche Universitäten erwarten von ihren angehenden Studenten eine umfangreiche Bewerbungsmappe – inklusive Lebenslauf. Oft ist diese Auflistung nicht nur für das Studium per se wichtig, sondern auch um etwaige Fördergelder zu bekommen. In der Regel reicht für eine rein finanzielle Förderung, auf die die meisten ein Recht haben, ein tabellarischer Lebenslauf. Wer sich hingegen auf ein Stipendium oder Stiftungsgelder bewirbt, von dem wird häufig ein ausführlicher Lebenslauf erwartet. Die folgende Tabelle zeigt, welche Inhalte beim Lebenslauf Uni obligatorisch und welche optional sind:

KategorieUnterpunkt

obligatorisch

optional

Persönliche DatenVorname, Nachname

x

Persönliche DatenAdressex
Persönliche DatenGeburtsort, -datum

x

Persönliche DatenStaatsangehörigkeit

x

SchulbildungName aller Schulen inkl. Zeitraum des Schulbesuchs

x

SchulbildungAuslandsaufenthalte

x

SchulbildungAbschlussnote

x

SchulbildungNoten wissenschaftlicher Arbeiten

x

SchulbildungLeistungsnachweise, Auszeichnungen

x

HochschulbesuchName der Fachhochschule/Universität inkl. Zeitraum des Besuchs

x

HochschulbesuchHauptfächer, Nebenfächer

x

HochschulbesuchAuslandsaufenthalte

x

HochschulbesuchAbschlussnote und akademischer Grad

x

HochschulbesuchZwischenabschlüsse (inkl. Note)

x

HochschulbesuchNoten wissenschaftlicher Arbeiten

x

HochschulbesuchLeistungsnachweise, Auszeichnungen

x

BerufserfahrungAusbildung (Berufsbezeichnung, Name des Arbeitgebers, Ort, Tätigkeit, Zeitraum)

x

BerufserfahrungPraktika und Werkstudententätigkeiten während der Zeit an der Universität (z.B. in den Semesterferien)

x

BerufserfahrungZivildienst, Aktivitäten als Bufdi, Absolvent eines FÖJ oder FSJ

x

BerufserfahrungNebenjobs in der Studentenzeit

x

BerufserfahrungAbschlussnoten, Auszeichnungen

x

BerufserfahrungFeste Jobs

x

EngagementFeste Mitgliedschaft (in Parteien, Verbänden, Vereinen)

x

EngagementWettbewerbsteilnahmen

x

EngagementAGs, Ehrenämter

x

EngagementAuszeichnungen

x

EngagementEngagement in Kunst, Musik, Sport

x

EngagementSoziale Kompetenz (Trainer, Betreuer, Pädagogisches und Soziales)

x

EngagementSport

x

EngagementAuslandsaufenthalte

x

Kenntnisse/FähigkeitenSprachkenntnisse

x

Kenntnisse/Fähigkeiten(besondere) Computerkenntnisse

x

Kenntnisse/FähigkeitenKunst und Musik

x

Kenntnisse/Fähigkeiten(Standard-) Computerkenntnisse

x

Sonderfälle

Da der erste Teil des Beitrags den klassischen Varianten gewidmet wurde, soll es nun um die „Sonderfälle“ gehen, die einem hier und da einmal über den Weg laufen.

Miriam berichtet von ihrer Master-Bewerbung

„Eigentlich dachte ich mir, das wäre ganz einfach. Ich hatte den ersten Teil meines Grafikdesign-Studiums abgeschlossen und den Bachelor-Titel in der Tasche. Nun war der Plan, an der gleichen Hochschule weiterzumachen und meinem Masterabschluss gleich draufzusetzen. Ursprünglich dachte ich mir, das sei leichter als später wieder einzusteigen. Doch mit der Informationsmappe zum Master-Studiengang kam die Aufforderung, einen ausführlichen Lebenslauf und ein Motivationsschreiben abzugeben sowie die üblichen Unterlagen einer Bewerbungsmappe.

Obgleich ich an derselben Hochschule bleiben wollte, musste ich also den kompletten Bewerbungsablauf durchgehen wie jeder externe Bewerber. Nur einen kleinen Vorteil hatte ich: Ich wusste, wer über die Bewerbung mit-entscheidet. Und zwar die Inhaberin des Lehrstuhls, bei der ich selbst einige Kurse belegt hatte. Also beschrieb ich im Motivationsschreiben, wie ich genau die Inhalte aus diesem Seminar in einer Praxisphase bei einem namhaften Unternehmen anwenden konnte, was mich natürlich dazu animiert hat, genau an dieser Hochschule weiter zu studieren. Das kam an!“

Justin möchte ein Stipendium für ein Auslandsjahr erhalten

„Ich studiere vergleichende Literatur- und Kulturwissenschaften und möchte deswegen unbedingt ins Ausland, um nicht nur in der Theorie vergleichen zu können, sondern in der Praxis. Nach langen Recherchen fand ich eine Stiftung, die sich auf dieses doch recht ungewöhnliche Anliegen spezialisiert hatte (üblich ist nämlich sonst nur als Sprachwissenschaftler ins Ausland zu gehen). In den Informationsunterlagen stand, ich möchte einen ausführlichen Lebenslauf Uni abgeben. Das hieß für mich, ich musste erstmal recherchieren und fand heraus: Ein ausführlicher Lebenslauf erzählt eine Geschichte. Geschichten hatte ich genügend zu erzählen, denn als Jugendlicher besuchte ich regelmäßig internationale Schulen, weil meine Eltern ständig umgezogen sind.“

Bildnachweis: Gina Sanders/fotolia.com, kasto/fotolia.com

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