Selbst im Business ist der Pferdeschwanz akzeptiert, also darf er auch auf dem Bewerbungsfoto getragen werden.

Nachdem der Beitrag über Krawatten und Bärte „especially for men“ war, soll dieser Ratgeber zum Thema Haare und Make-Up nun den Bewerberinnen gewidmet werden. Den Auftakt soll der schlimmste Fehler machen: Eine Hochsteckfrisur, an der ein Friseur zwei Stunden getüftelt hat, Smokey Eyes und ein roter, vollfarbiger Knutschmund stellen die Kombination fast aller No-Gos vor, die Sie auf dem Bewerbungsfoto meiden sollten. Wie’s richtig geht, kann dieser Beitrag zeigen.

Tipps für Haar-Styling mit mittellangen und langen Haaren

Die Grundanforderung an die Haare des Bewerbers: Sie müssen auf dem Bewerbungsfoto und auch später beim Vorstellungsgespräch ordentlich und gepflegt wirken. Soll heißen: Frisch gewaschen und ordentlich gekämmt ist angesagt – fettig, voller Schuppen oder Einstein-Frisur sind auf dem Bewerbungsfoto streng verboten. Die klassischen Frauen-Frisuren, die (neben offen getragenem Haar) auf dem Bewerbungsfoto durchaus gut ankommen sind diese:

Der PferdeschwanzDer Pferdeschwanz ist in erster Linie einmal praktisch, denn er hält mittellanges und langes Haar am Hinterkopf zusammen und verhindert, dass die langen Haare permanent ins Gesicht hängen. Er kann mit einem einfachen Haargummi oder einer Spange gehalten werden. Beides ist auf dem Bewerbungsfoto zwar nicht zu sehen, aber für das Vorstellungsgespräch gilt: Der Haargummi ist in handwerklichen Berufen und die Spange in kaufmännischen Berufen eher angesagt, weil sie doch etwas schicker aussieht.
Der DuttAuf den ersten Blick klingt ein Dutt durchaus altbacken, aber mittlerweile ist dieser wieder absolut in. Grundsätzlich kann der Dutt klassisch am Hinterkopf getragen werden, streng nach oben gekämmt werden oder einfach lässig am oberen Teil des Hinterkopfs getragen werden. Die lässige Variante ist dabei fürs Bewerbungsfoto am wenigsten geeignet, weil sie eher unüberlegt wirkt. Die streng und ordentlich nach hinten (oben) gestylte Form ist hingegen modern und besonders bei sehr langen Haaren ideal.
Halb zusammengebundenWer sich nicht so recht entscheiden kann, ob sie die Haare offen oder doch zusammengesteckt tragen soll, der entscheidet sich oft dafür, die obere Haarpartie zusammenzubinden und die untere offen zu lassen. So werden die Haare (ähnlich wie beim Pferdeschwanz) davor gehindert, ins Gesicht zu wehen. Und dennoch kann das Haar in der Genickpartie offen getragen werden. Zusammengebunden wird das Haar mit einem Haargummi oder einer kleineren Spange.

Zeit für Veränderung? Diese Haar-Trends sind angesagt!

Natürlich ist es nicht ratsam, einen Tag vor dem Bewerbungsfoto-Shooting den Friseur aufzusuchen und um eine komplette Typveränderung zu bitten. Wer indes aus Studien- oder Ausbildungszeiten ohnehin keine perfekte Frisur mehr hat und nach einer Veränderung sucht, kann natürlich die neue Lebensphase (kurz vor dem Eintritt in die Berufswelt) durchaus dazu nutzen, eine neue Frisur auszutesten. Diese Frisuren liegen aktuell besonders im Trend – und sind darüber hinaus absolut alltagstauglich:

  • Natürliche Farben sind unabhängig von der Frisur und der Länge der Haare absolut empfehlenswert. Trends wir das kunterbunte Sand Art Hair sollten Sie nicht vor der Bewerbungs- und Vorstellungsphase ausprobieren. Erlaubt ist indes das sogenannte Ombré Hair, was am Ansatz dunkler ist und in den Spitzen heller wird.
  • Ein frecher Grundstil ist bei Kurzhaaren-Frisuren gewiss, die so geschnitten sind, dass das längere Deckhaar einfach „durchgewuschelt“ wird. Das gehört zum Stil und wirkt selbst auf dem Bewerbungsfoto nicht unordentlich, sondern authentisch.
  • Ein Seitenscheitel geht im Grunde immer – sowohl bei längerem, als auch bei kürzerem Haar. Er gibt der Frisur eine Linie und lässt sie dadurch ordentlich und bewusst wirken.
  • Bob-Frisuren liegen wieder absolut im Trend – aber Achtung: Eine Bob-Frisur muss regelmäßig vom Profi in Form gebracht werden, sonst wächst sich die gewünschte Form schnell aus. Tipp: Der Friseur-Termin darf also nicht allzu weit vom Fotoshooting entfernt liegen.
  • Wer immer Pony trägt, darf das natürlich auch auf dem Bewerbungsfoto – aber Achtung: Er sollte so kurz sein, dass er nicht in die Augen piekst.

Alltagstaugliches Make-Up ist auch auf dem Bewerbungsfoto Pflicht

Beim Bewerbungsfoto gilt: Haare und Make-Up sollten so natürlich wie möglich sein.

Foundation, Conceiler, Puder, Mascara und Lidschatten sowie Lipgloss – diese Bestandteile sind die „Zutaten“ zum natürlichen Make-Up. Die Foundation wird (im passenden Hautton) aufgetragen, um unregelmäßige Hautverfärbungen auszugleichen. Der Conceiler wirkt Wunder bei dunklen Augenrändern und damit diese Grund-Make-Up auch das Fotoshooting über hält, wird es mit Puder fixiert. Das hilft im Übrigen auch dagegen, zu glänzen wie die sprichwörtliche Speckschwarte.

Mit Mascara und Lidschatten wird das Make-Up individualisiert, denn es gibt keine Lidschatten-Farbe, die als „perfekt für Bewerbungsfoto“ ausgezeichnet ist, sondern vielmehr gibt es Typen, denen ein heller oder ein dunkler Lidschatten besser steht. Wichtig ist in jedem Fall, diesen dezent aufzutragen, schließlich bewerben Sie sich nicht als Papagei im Zoo. Der Mascara setzt Wimpern und Augen gekonnt in Szene. Ähnlich wie beim Lidschatten gilt auch beim Lipgloss: Dezent ist in. Krasses Rot ist zum Fotoshooting fürs Bewerbungsfoto nicht die beste Wahl. Ein leichter Glossy-Look ist durchaus genehmigt.

Haare und Make-Up mit Blick auf den Job

Wer sich für das Bewerbungsshooting stylt, sollte nicht nur auf die passende Kleidung achten, sondern auch darauf, dass Haare und Make-Up zum Job passen. Wer im Kundenkontakt steht, sollte dezent geschminkt sein. Wer sich als Kosmetikerin oder Friseurin bewirbt, darf durchaus etwas bunter wirken und wer ohnehin auf einen handwerklichen oder industriellen Beruf spechtet, kann auch gänzlich auf Make-Up verzichten.

Bildnachweis: Minerva Studio/fotolia.com, stokkete/fotolia.com

41 Fragen aus dem Einstellungstest

41 Fragen aus dem Einstellungstest