Lebenslauf GliederungUm Personalagenten heutzutage von sich zu überzeugen, sollten Sie genau wissen, was in Ihren Lebenslauf gehört und was nicht. Vielleicht sind Sie momentan in der Situation, dass Sie sich beruflich umorientieren möchten oder Sie sind als Berufseinsteiger auf der Suche nach Informationen dazu, was Sie beim Lebenslauf und der Gliederung beachten müssen. Wenn Sie Unterstützung bei der Erstellung brauchen, dann sind Sie hier genau richtig.

Sie erfahren in diesem Beitrag alles, was Sie benötigen, um in Ihrer Traumfirma zu punkten. Sie brauchen nicht mehr das Internet in der Hoffnung durchforsten, irgendwo eine strukturierte Übersicht zu bekommen.

Sie werden lesen, was einen guten Lebenslauf ausmacht und was Sie bei der Struktur von eben diesem beachten müssen. Sie bekommen Beispiele mit auf den Weg, an denen Sie sich orientieren können, und werden am Ende wissen, warum gerade ein tabellarischer Lebenslauf gern gesehen wird und wie Sie selbst einen solchen in nur kurzer Zeit erstellen können. Eine kurze Checkliste am Schluss hilft Ihnen abschließend, an alles Notwendige zu denken.

Der Lebenslauf als wesentliches Dokument

Wenn Sie sich auf eine Stelle in einem Unternehmen bewerben, dann müssen Sie Ihre vollständigen Bewerbungsunterlagen einreichen. Dabei kommt keine Bewerbung ohne einen aussagekräftigen Lebenslauf aus. Er ist der wichtigste Teil Ihrer Dokumente und oft ist es so, dass Personaler ihn sich als erstes ansehen.

Hier bekommt der Leser auf den ersten Blick einen kurzen Eindruck über Ihre Person, über Ihre Fähigkeiten und Erfahrungen und darüber, ob Sie in das Unternehmensprofil passen. Der Personaler schaut darauf, wie Ihre Angaben zu Ihrem Anschreiben passen und ob alles übersichtlich gestaltet ist.

Deshalb ist es wichtig, dass Sie sich beim Gestalten und Schreiben Ihrer Vita besonders viel Mühe geben. Auch wenn heutzutage die tabellarische Form üblich ist, ist der Inhalt nicht weniger wichtig. Nur weil Sie keinen Fließtext schreiben müssen, sollten Sie sich beim Formulieren und Auflisten Ihrer beruflichen und persönlichen Angaben dennoch Zeit nehmen.

Wichtigkeit von Lebenslauf-Gliederung und -Design

Die Struktur ist deshalb von so großer Wichtigkeit, weil Sie damit Übersichtlichkeit herstellen und es dem Leser einfacher machen, komplexe Informationen auf einen Blick erfassen zu können. Auf eine Stelle bewerben sich meist mehrere hundert Leute – da fällt es dem Personaler leichter zwischen Bewerbern zu entscheiden und diese miteinander zu vergleichen, wenn er die wichtigsten Angaben sofort zur Hand hat.

Auch die Einheitlichkeit in der gesamten Bewerbungsmappe ist nicht zu missachten. Je zusammenhängender alles wirkt, desto besser ist es. So sollten Sie neben der Gliederung auch auf das Design und die Farben achten. Diese könnten Sie zum Beispiel auch auf Ihren zukünftigen Arbeitgeber abstimmen. Wenn dieser ein blaues Logo als Kennzeichnungsmerkmal trägt, könnten Sie Ihre Unterlagen in einem ähnlichen Blauton gestalten und so eine Zugehörigkeit demonstrieren.

Die Lebenslauf-Gliederung

Ihr Lebenslauf sollte nicht länger als ein bis zwei DIN-A4-Seiten lang sein. Wenn Sie in Ihrem Beruf schon besonders viel Erfahrung haben, dann ist es auch noch akzeptabel, wenn Sie das Dokument auf drei Seiten ausweiten. Alles, was darüber hinausgeht, ist definitiv zu viel.

Beim Aufbau und der Struktur ist es so, dass sich in Deutschland zu einem Großteil der tabellarische Lebenslauf durchgesetzt hat. Nahezu 95 Prozent aller Bewerbungen enthalten eine Vita in tabellarischer Form. Das liegt wahrscheinlich an der Übersichtlichkeit, die damit geschaffen wird, und der daraus resultierenden Lesefreundlichkeit. Fügen Sie dazu einfach eine Tabelle mit zwei Spalten in Ihr Dokument ein und entscheiden Sie am Ende, in welcher Form die Trennungslinien zu sehen sein sollen oder ob Sie sie unsichtbar machen.

In Ihrer Bewerbungsmappe platzieren Sie Ihre Vita hinter dem Bewerbungsschreiben und vor den Zeugnissen. Ob Sie Ihrer Bewerbung einen Extra-Schliff verpassen und ein Deckblatt hinzufügen möchten, sollten Sie in Bezug auf die angestrebte Stelle entscheiden.

Von großer Bedeutung ist, dass Sie Ihren tabellarischen Lebenslauf an die Stelle anpassen, auf die Sie sich bewerben. Damit zeigen Sie, dass Sie ihn nicht nur kopiert, sondern individuell gestaltet haben. Beim Inhalt sollten Sie auf den folgenden Aufbau Acht geben, der sich bei den meisten Bewerbungsformen durchgesetzt hat.

Überschrift

An erster Stelle steht die Überschrift „Lebenslauf“. Sie können sie auch durch Ihren Namen ergänzen. So ist sofort ersichtlich, worum es in Ihrem Dokument geht.

Persönliche Angaben

Im nächsten Schritt nennen Sie Ihre persönlichen Daten. Dazu zählen Ihr Name, Ihre Anschrift, Ihre Telefonnummer und Ihre E-Mail-Adresse, Ihr Geburtsdatum und Ihr Geburtsort sowie Ihr Familienstand und Ihre Staatsangehörigkeit. Diese Informationen sind Pflichtangaben und gehören in jeden Lebenslauf hinein.

Foto

Ihr Foto ist am besten in der rechten oberen Ecke zu platzieren. Entweder fügen Sie es online in das Dokument ein oder Sie kleben es auf das Papier, wenn Sie Ihre Bewerbung auf postalischem Weg verschicken möchten. Wichtig ist, dass Ihr Bild aktuell ist und vom Stil zu der Stelle passt, auf die Sie sich bewerben.

Beruflicher Werdegang

War es früher üblich, bei diesem Punkt chronologisch vorzugehen, hat man sich heute mehr an das amerikanische Curriculum Vitae angeschlossen und handelt die Stationen in der beruflichen Laufbahn antichronologisch ab. Das bedeutet, dass Sie bei der aktuellsten Position anfangen und sich dann weiter Richtung Ausbildung und Studium vorarbeiten.

Sie sollten hier außerdem schauen, dass Sie Ihren beruflichen Werdegang nicht einfach nur stumpf aufzählen, sondern näher erläutern. Das können Sie tun, indem Sie Ihre Position im Unternehmen nennen, die Firma namentlich aufführen sowie die Aufgaben beschreiben, die Sie ausgeführt haben. Das könnte beispielsweise so aussehen:

07/2014 – heute:

Leiter im Controlling, LITU AG, Stuttgart, verantwortlich für 50 Mitarbeiter

  • Entwicklung und Implementierung von Echtzeitreportings
  • Überwachung eines Kennzahlensystems im Vertriebscontrolling
  • Erstellung von Soll-Ist-Vergleichen und Analyse von Abweichungen

03/2009 – 06/2014

Junior-Controller, Controlling GmbH, München

  • Optimierung von Controlling-Systemen
  • Kennzahlenüberwachung und Vergleichsanalysen
  • Beratung der Geschäftsführung

Ausbildung und Studium

Geben Sie bei diesem Punkt an, welche Ausbildung oder welches Studium Sie absolviert haben, und gehen Sie dabei nicht weiter zurück als bis zu Ihrem Abitur.

03/2005 – 02/2009

Studium der Betriebswirtschaftslehre, Universität München, Schwerpunkt Controlling

  • Diplomarbeit: Optimierungsarbeit in Abteilungen des Controllings im Hinblick auf ihre technischen Möglichkeiten am Beispiel der Firma X
  • Abschluss als Diplom-Betriebswirt: 1,3

06/2002 – 02/2005

Studium der Volkswirtschaftslehre, Universität München

08/1992 – 05/2002

Gymnasium München, Abschluss Abitur

Kenntnisse und Fähigkeiten

Hier nennen Sie zum Beispiel Ihre Fremdsprachen- und EDV-Kenntnisse und geben Beispiele dazu an. Auch Weiterbildungen, die Sie besucht haben, können hier aufgeführt werden. Das könnten Sie so formulieren:

„Fremdsprachenkenntnisse: Englisch (+++), Italienisch (+++), Französisch (+)“

„EDV-Kenntnisse: SAP, Lotus Notes, Word, Power Point, Excel, ELO-Office“

„Weiterbildungen: Account-Manager-Schulung Berlin, Juli 2016“

Persönliche Interessen und Referenzen

Bei persönlichen Interessen wie zum Beispiel auch Hobbys gibt es verschiedene Meinungen, inwieweit diese in Ihrem Lebenslauf Platz finden sollten. Generell ist es so, dass der Personalentscheider interessiert an Ihnen ist – so auch an solchen Angaben. Trotzdem ist Vorsicht geboten und Sie sollten nur Dinge nennen, die mit dem Job nicht in Konflikt stehen oder die vielleicht sogar relevant für die Position sind. Wenn Sie sich auf eine Stelle im sozialen Bereich bewerben, könnten Sie zum Beispiel schreiben:

„Ehrenamtliches Engagement in der Ortsgemeinde, Hilfe bei Suppenküche und Tafel“

Referenzen kommen auch gut an und können eine Bestätigung für Sie und Ihre Kompetenzen sein. Diese könnten Sie so nennen:

„Als persönliche Referenz gebe ich meinen ehemaligen Chef bei der Firma ABC in Stuttgart an, E-Mail, Telefon-Nr.“

Ort, Datum und Unterschrift

Ihren Lebenslauf sollten Sie in jedem Fall handschriftlich mit Ort, Datum und Ihrer Unterschrift kennzeichnen. Das zeigt die Aktualität von ebendiesem an und gibt dem Dokument zusätzlich eine persönliche Note.

„München, Max Müller, Ihre Unterschrift“

Optionale Angaben

Möglich ist, dass Sie die Position, die Sie anstreben, mit erwähnen. So könnten Sie diese als einen zusätzlichen Aufzählungspunkt aufführen und dem Personaler zeigen, dass Sie ihm keinen Standardlebenslauf, sondern einen individuell auf die Stelle angepassten überreicht haben. Das zeigt auch, dass Sie sich Mühe gegeben haben und dass Ihnen der Job sehr wichtig ist.

„Angestrebte Position: Personalreferent in Ihrer Firma“

Was nichts im Lebenslauf zu suchen hat

Es gibt Angaben, die vielleicht früher in Ihrem Lebenslauf standen, die aber heute nichts mehr dort zu suchen haben. Manches ist einfach nicht mehr üblich und bei anderen Informationen kann es dazu führen, dass sie diskriminierend wirken und es Ihnen erschweren könnten, die angestrebte Position zu bekommen.

Familienangaben

Sie brauchen nicht anzugeben, wie viele Kinder Sie haben oder nicht haben. Es ist unerheblich für den Job und könnte dazu führen, dass man Sie in eine Schublade steckt, aus der Sie nicht mehr so schnell herauskommen. Wenn Sie zum Beispiel vier Kinder haben und noch dazu alleinerziehend sind, dann wird man vielleicht glauben, dass Sie den Berufsalltag nicht schaffen könnten oder dass Sie oft ausfallen werden, weil Kinder krank werden könnten.

Berufe der Eltern und Geschwister

Früher hat man die Berufe von Eltern und Geschwistern oft im eigenen Lebenslauf genannt. Das ist nicht mehr üblich und interessiert den Personaler auch nicht wirklich. Es hat einfach nichts mit Ihnen und Ihrer Person zu tun, ob Ihr Vater Chef einer Investmentfirma ist oder nicht. Beschränken Sie sich also auf Ihre eigene Person.

Gehaltsvorstellungen

Diese Angabe hat überhaupt gar nichts in Ihrer Vita verloren. Wenn überhaupt und falls es gefordert ist, dann können Sie diese Vorstellungen in Ihrem Anschreiben bekannt machen. Befördern Sie sich nicht gleich ins Aus und gehen Sie mit diesen Wünschen bedacht um.

Gewisse Formulierungen

Verzichten Sie auf Formulierungen, die eine negative Note mit sich tragen. Wenn Sie zum Beispiel eine Zeit lang keine Arbeit hatten, sollten Sie das nicht als „arbeitslos“ formulieren, sondern eher positiv als „arbeitssuchend“ darstellen.

Konfession

Das Thema Ihrer persönlichen Glaubensüberzeugungen ist sehr privat und kann für manche eine heikle Sache sein. Sie müssen weder in Ihrem Anschreiben noch in Ihrem Lebenslauf irgendwelche Angaben dazu machen, welcher Religion Sie angehören und was Sie glauben. Eine Ausnahme können Jobs sein, die eine bestimmte Konfession als Voraussetzung fordern. Das kann zum Beispiel bei Stellen aus dem sozialen oder kirchlichen Bereich der Fall sein.

Checkliste

Nachfolgend sind noch einmal die wichtigsten Punkte zur Lebenslauf-Gliederung aufgeführt. Wenn Sie Ihren eigenen schreiben, können Sie diese nutzen, um nichts zu vergessen.

  • Überschrift
  • Persönliche Daten
  • Foto
  • Beruflicher Werdegang
  • Ausbildung und Studium
  • Kenntnisse und Fähigkeiten
  • Persönliche Interessen und Referenzen
  • Ort, Datum, Unterschrift
  • Optionales

Sie haben in diesem Beitrag alles erfahren, was Sie für Ihre Lebenslauf-Gliederung wissen müssen. Sie haben eine ausführliche Auflistung der einzelnen Punkte, die Sie als Inspiration verwenden können, sowie Formulierungsbeispiele und eine Checkliste, die es Ihnen noch einfacher machen werden, selbst ans Werk zu gehen. Worauf warten Sie noch? Fangen Sie noch heute an und schnappen Sie sich mit einem perfekten Lebenslauf Ihre Wunschstelle! Viel Erfolg!