Die kleinste Bewerbungsmappe ist auch einfachsten zu füllen. Alle Anlagen werden in der richtigen Reihenfolge eingeheftet. Oben auf liegt das Bewerbungsschreiben.

Zeig mir deine Bewerbungsmappe – und ich zeige dir wohin, die Anlagen gehören. Das ist vermutlich die passendste Antwort auf die Frage, wohin die Anlagen in einer Bewerbung sollen, denn die Positionierung der Anlagen ist abhängig von der Mappe und deren Aufteilung, deshalb werden Sie nun zunächst die Bewerbungsmappen kennenlernen und anschließend lesen, wohn Sie die Anlagen der Bewerbung stecken.

Die kleine Bewerbungsmappe stellt sich vor

Ein farbiger Schnellhefter aus Karton mit Klemmschiene oder die Zwillingsschwester aus Plastik sind die kleinste Variante an Bewerbungsmappen. Der Vorteil: Es gibt kein großes Abwägen, welche Unterlagen wohin müssen, denn bei der einfachsten Variante gilt: Alles außer das Bewerbungsschreiben muss in die Mappe.

Diese Mini-Variante empfiehlt sich für all diejenigen, die noch vergleichsweise wenige Unterlagen unterbringen müssen. Wer sich auf einen Ausbildungsplatz oder ein Praktikum bewirbt, hat in der Regel einen Lebenslauf samt Bewerbungsfoto sowie Schulzeugnisse und ggf. Zeugnisse anderer Praktika, die er mitschicken möchte, an dieser Stelle reicht die einfachste Variante.

Als Faustregel gilt: Je höher der Rang der gewünschten Stelle ist, desto mehr Unterlagen werden in der Regel mitgeschickt – und desto strukturierter sollten diese auch in die (mehrteilige) Mappe geheftet werden.

Die zweigeteilte Mappe eignet sich für Berufseinsteiger

Klappen Sie die zweigeteilte Mappe auf, so sehen Sie auf der rechten Seite und auf der linken Seite je eine Klemmschiene. Nun müssen Sie selbst entscheiden, wie Sie die Anlagen in Ihre Bewerbungsmappe packen.

  • Bei Variante 1 positionieren Sie das (optionale) Anlagenverzeichnis in der Funktion eines Inhaltsverzeichnisses auf die linke Seite. In die rechte Klemmschiene kommen dann alle Anlagen in der im Anlagenverzeichnis aufgeführten Reihenfolge.
  • Bei Variante 2 verzichten Sie auf das Anlagenverzeichnis und platzieren links Ihren Lebenslauf und Ihr Bewerbungsfoto. Rechts ist dann Platz für Zeugnisse, Zertifikate und dergleichen. Diese werde analog der Reihenfolge im Lebenslauf sortiert. Wer dem künftigen Arbeitgeber einen zusätzlichen Service bieten will, kann dies in Form einer Kopfzeile tun. Wer bereits in der Kopfzeile über dem jeweiligen Zeugnis kurz vermerkt um welche Station im Lebenslauf es sich handelt, hilft dem Personalreferenten, sich zu orientieren.

In beiden Fällen wird das Bewerbungsschreiben lose oben auf die Mappe gelegt oder mit einer schönen Büroklammer aufgeheftet.

Die Profi-Mappe mit drei Teilbereichen

Wer sich für eine dreigeteilte Bewerbungsmappe entscheidet, muss diese auch füllen können. Das heißt, dass der Bewerber auch Material zur Verfügung haben muss, um die Mappe ansprechend und aussagekräftig zu füllen.

linke aufgeklappte Seite mittlere Seite rechte aufgeklappte Seite
Hier hat der Bewerber die Qual der Wahl. Auf der linken Seite kann das Anlagenverzeichnis platziert werden oder die optionale sogenannte „Dritte Seite“. Diese kann Platz für ein Motivationsschreiben bieten. Über den mittleren Teil der dreiteiligen Bewerbungsmappe gibt es kaum Diskussionen. Hier werden die Zeugnisse untergebracht. Aber Achtung: Auch wenn die dreigeteilte Bewerbungsmappe viel Platz verspricht, ist dennoch die Auswahl entscheidend. Bewerber mit über zehn Jahren Berufserfahrung (die in aller Regel eine dreigeteilte Bewerbungsmappe wählen) müssen auf aktuelle Zertifikate setzen. Auf der rechten Seite ist Platz für den Lebenslauf. So hat der Personalreferent oder der Abteilungsleiter immer die Möglichkeit, die schulischen und beruflichen Meilensteine und die Zeugnisse in der Mitte der Bewerbungsmappe gleichzeitig im Blick zu haben.

Dreigeteilte Bewerbungsmappen gibt es mit dem Aufdruck „BEWERBUNG“ oder ausgerüstet mit Klemmecken. Wird die Variante mit Klemmecken gewählt, sollte ein Deckblatt angefertigt werden, welches beispielsweise auch das Bewerbungsfoto mit aufnimmt. Das Bewerbungsschreiben wird wie immer auch hier lose oben aufgelegt.

Hat eine Online-Bewerbung eigentlich Anlagen und wenn ja, wohin damit?

Auch wenn es so einfach scheint: Für eine Online-Bewerbung bedarf es mehr als nur eines Tastenklicks.

Erst einmal kann diese Frage mit einem grundsätzlichen „ja“ beantwortet werden. Ja, auch bei einer Online-Bewerbung gibt es Anlagen. Allerdings muss zunächst einmal zwischen zwei Varianten der Online-Bewerbung unterschieden werden:

  1. die E-Mail-Bewerbung
  2. die Online-Bewerbung per Bewerbungsportal

Bei der E-Mail-Bewerbung muss sich der Bewerber selbst darüber Gedanken machen, wie die Anlagen zu bündeln sind. Ein No-go ist zum Beispiel, alle Anlagen als einzelne Dokumente in den Anhang einer E-Mail zu packen. Hier wird kein Arbeitgeber sich die Mühe machen, um die Anlagen einzeln aufzurufen, ggf. auszudrucken und letztlich evtl. noch zu sortieren. Deshalb empfiehlt es sich, die Anlagen zu bündeln – und (im professionellsten Fall) auch noch anzugeben, wo der Arbeitgeber welche Unterlagen findet.

Praxistauglich ist die folgende Bündelung:

  1. Bewerbungsschreiben
  2. Persönliche Daten, Lebenslauf, Bewerbungsfoto
  3. Zeugnisse und Zertifikate

Auch wenn es so einfach scheint: Für eine Online-Bewerbung bedarf es mehr als nur eines Tastenklicks.

Ist Punkt 3 sehr umfangreich, sollte dieser in schulische, berufliche und sonstige Zertifikate gesplittet werden. Idealerweise wird im Bewerbungsschreiben bereits auf die unterschiedlichen Anlagen verwiesen bzw. unter der Unterschrift unter Bewerbungen die gedachte Reihenfolge angegeben.

Weniger Gedanken müssen sich diejenigen machen, die eine Online-Bewerbung über ein Bewerbungsportal abschicken. Hier empfiehlt es sich jedoch zwei Online-Sitzungen einzuplanen. In der ersten sollte genau notiert werden, welche Upload-Felder es gibt, welche maximale Dateigröße hochzuladen ist und welche Formate möglich sind. Anschließend sollten die Unterlagen entsprechend vorbereitet werden, damit die Online-Bewerbung zügig ins Bewerbungsportal eingegeben werden kann.

Der Grund: Nichts ist ärgerlicher, als durch eine Laufzeit-Überschreitung auf der Homepage am Ende des langwierigen Bewerbungsvorgangs eine Fehlermeldung zu bekommen und erneut von vorne starten zu müssen.

Bildnachweis: Sven Zitzmann/SZ-Designs/fotolia.com, momius/fotolia.com

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