Würde das Bild ein wenig oberhalb des Ärmels enden, wäre das Outfit durchaus Bewerbungsfoto-tauglich.

Eigentlich nicht. Kurze Ärmel wirken oft sehr leger oder gar zu salopp für ein Bewerbungsfoto. Und noch ein weiterer Grund spricht dagegen, sich kurzärmlig auf dem Bewerbungsfoto ablichten zu lassen: Das Foto wirkt an sich oft unschön, wenn kurz bevor das Bild am Ende des Oberkörpers endet, noch einmal nackte Haut zum Vorschein kommt. Deswegen gilt: Tragen Sie auf dem Bewerbungsfoto lange Ärmel – schließlich dauert das Fotoshooting ja auch nicht ewig und für diese Zeit werden Sie selbst im Hochsommer lange Ärmel ertragen können.

Auf der Suche nach dem passenden Outfit für das Bewerbungsfoto haben Sie meist eins gehört: Kleiden Sie sich so, wie Sie später auch arbeiten werden. Das kann in den meisten Fällen gut funktionieren, doch in anderen Berufen wird tunlichst davon abgeraten, im Arbeitsoutfit aufzutauchen. Welche Berufe das sind und welche Kleidung Sie stattdessen tragen sollten, soll die folgende Tabelle klären:

Beruf Jobkleidung Kleidung auf dem Bewerbungsfoto
Bäcker, Metzger, Konditor Die Jobbekleidung eines Bäckers, Metzgers oder Konditors muss in der Regel funktional sein, d.h. da es sich um den Lebensmittelbereich handelt, müssen die Haare zurückgebunden oder mit einer Haube gebändigt werden. In der Regel tragen diese Personen eine Schürze, um sich vor Lebensmittelschmutz zu schützen. Natürlich dürfen Sie sich in diesem Fall nicht mit einer Kittelschürzte ablichten lassen. Das wäre mehr als unpassend. Passend wäre indes ein langärmliges, ordentliches (gebügeltes und sauberes) Shirt über einer ordentlichen Jeans (die nicht ausgefranst ist). Tipp: Lange Haare sollten Sie zurückbinden.
Polizist, Feuerwehrmann, Rettungsassistent Diese Berufsgruppen haben ihre ganz spezielle Arbeitsuniform, die aus Oberbekleidung und Hose besteht und speziell an den Arbeitsalltag angepasst ist, wie beispielsweise die feuerfeste Kleidung des Feuerwehrmanns und die farblich auffallende Kleidung des Rettungsassistenten. Würden Sie sich in dieser Bekleidung fürs Bewerbungsfoto ablichten lassen, wäre das im schlimmsten Falle sogar die Anmaßung eines Dienstes, den Sie gar nicht ausüben dürfen – also: Versuchen Sie sich nicht als Polizist, Feuerwehrmann oder Rettungsassistent zu verkleiden, sondern stylen Sie sich ordentlich und leger zum Bewerbungsfoto.
Arbeiter in der Industrie, im Handwerk und in der Chemie In diesen Berufen ist heute das Tragen von Arbeitskleidung Gang und Gäbe, obgleich diese heute längst nicht mehr so antiquiert aussieht, wie anno dazumal. Arbeitskleidung ist heute trendig und wird oftmals auch privat getragen, wenn Gartenarbeit, der Reifenwechsel am Auto oder sonst eine handwerkliche Arbeit im privaten Bereich ansteht. Arbeitskleidung kann noch so trendig sein, aber auf dem Bewerbungsfoto hat sie nichts verloren. Übrigens gilt dasselbe auch für das Vorstellungsgespräch. Arbeitshosen und Oberteile mögen praktisch sein, doch beim Bewerbungsfoto und im Vorstellungsgespräch gilt: Der casual Look ist hingegen angesagt.
Mitarbeiter im medizinischen / Pflegebereich Früher trug jeder Mitarbeiter im Bereich Medizin und Pflege einfach nur weiß: Weißes Oberteil, weiße Hose, weiße Schuhe. Heutzutage zieht immer öfter ein Farbtupfer ein. Besonders in Arztpraxen gibt es zwar noch immer ein Einheitsoutfit, doch das darf heute durchaus auch farbig sein. Weiß ist grundsätzlich ein No-Go auf dem Bewerbungsfoto – das heißt, dass Angehörige des medizinischen und des Pflegebereichs ohnehin nicht in Arbeitskluft erscheinen würden, also gilt auch hier: Ein gepflegtes Erscheinungsbild mit legerer Kleidung ist eine gute Wahl.

Haut zu zeigen, passt nicht zum Bewerbungsfoto!

Diese grundsätzliche Faustformel gibt eine wichtige Orientierung für die Wahl des Outfits, denn es gilt: Neben den kurzen Ärmeln, die auf dem Bewerbungsfoto nicht gut ankommen, ist auch ein zu tiefer Ausschnitt nicht empfehlenswert für das Bewerbungsfoto. Tops sind ein No-Go und dürfen – wenn sie entsprechend hoch geschnitten sind – nur dann angezogen werden, wenn darüber eine Bluse oder ein Blazer getragen wird.

Die Entscheidung für das andere Extrem, einen Rollkragenpulli, ist im Übrigen auch nicht sehr vorteilhaft, denn meist wirkt die Person durch einen Rollkragenpulli sehr gedrungen. Eine Bluse, ein Longsleeve-Shirt mit Rundhals-Ausschnitt oder ein entsprechender Pullover kann hier die richtige Wahl sein, denn es geht nicht darum, aufzufallen, sondern darum, einen gepflegten Eindruck zu hinterlassen.

FAQs zum Thema:  Sind auf dem Bewerbungsfoto kurze Ärmel erlaubt?

Nicht nur Ganzkörperaufnahmen sind unpassend, sondern auch der weite Ausschnitt und die kurzen Ärmel.

„Ich bewerbe mich als Fitness-Trainerin – darf ich dann auf dem Bewerbungsfoto mein Trainingsoutfit tragen.“ Antwort: Nein. Sich im Jogginganzug ablichten zu lassen, wenn Sie sich im sportlichen Sektor bewerben, ist dennoch falsch. Tragen Sie doch ein Top oder ein Shirt und eine dünne Jacke darüber. Tipp: Die Jacke sollte keine Kapuze haben.

„Ich möchte Tagesmutter in einem Kinderdorf werden. Da ist es doch vollkommen egal, ob ich ein langärmliges oder kurzärmliges Shirt trage, oder?“ Antwort: In diesem Fall ist die Antwort nicht inhaltlicher, sondern eher ästhetischer Natur. Lange Ärmel wirken auf dem Bewerbungsfoto einfach schöner, weil vom Motiv nicht noch einmal mit einem Haut-Ton ablenkt wird.

„Ich bin gelernte Physiotherapeutin und möchte ich mich auf eine neue Stelle bewerben. Shirt und Kittel okay?“ Antwort: Eine Kleinigkeit sollten Sie ändern. Tragen Sie ein langärmliges Shirt und keinen Kittel darüber. Dann passt das sehr gut zu Ihrem späteren Job – und der Fotograf muss nicht mit einem weißen Kittel kämpfen.

Bildnachweis: Dron/fotolia.com, Gina Sanders/fotolia.com

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