Traumberuf Stewardess? Dann kleiden Sie sich gleich auf dem Bewerbungsfoto entsprechend.

Erinnern Sie sich einmal an Ihre letzte Flugreise. Wie haben sich die Stewardessen und Flugbegleiter an Bord präsentiert? Richtig. Sie waren in einheitlichen, farblich zum Corporate Design der Fluggesellschaft passenden Outfits gekleidet. Das heißt: Die Frauen trugen eine Bluse mit Schaal, die Männer ein Hemd mit Einstecktuch oder eine farbige Krawatte. Während die Männer kurze, ordentlich gekämmte Haare haben und mit einem gepflegten Erscheinungsbild positiv auffielen, durften und sollten die Stewardessen durchaus ein Make Up auflegen, denn: Das künstliche Licht über den Wolken frisst die leichten Pastelltöne auf den Augenlidern förmlich auf. Die Haare sind adrett zusammengesteckt. Soviel zu Styling und Outfit im Beruf – wie sie sich für das Bewerbungsfoto ablichten lassen sollten, verrät dieser Beitrag.

Unternehmen wünschen sich von den Auszubildenden zwei Aufnahmen

Die Ausbildung zum/zur Flugbegleiter/-in wird in der Regel direkt bei der Fluggesellschaft und auch nach den dortigen Richtlinien absolviert. Das heißt, wenn Sie sich als Flugbegleiter/-in bewerben, dann werden Sie (wie in den meisten anderen Ausbildungsberufen) in einem Betrieb ausgebildet und müssen sich falls Sie sich weg bewerben, eben auf die Gegebenheiten im neuen Betrieb einstellen. Schon bei der Bewerbung um eine Ausbildung fällt auf: Oft wünschen sich die Fluggesellschaften gleich zwei Bilder – ein Porträtbild und ein Ganzkörperfoto. Wünschen dürfen Sie sich das, was Sie indes tun, bleibt Ihnen überlassen, denn eine Verpflichtung gibt es nicht. Empfehlenswert ist es jedoch.

Das Outfit muss von Kopf bis Fuß durchdacht sein

Das heißt aber für Sie: Informieren Sie Ihren Fotografen, dass Sie sowohl eine Porträt- als auch eine Ganzkörperaufnahme brauchen – und überlegen Sie sich, welches Outfit Sie wählen möchten. Achtung: Jetzt kommt es nicht mehr nur auf Blusenfarbe und Jacke an, sondern auch auf das „untenrum“, das auf dem Ganzkörperfoto sichtbar wird. Das heißt: Ein Kostüm wäre super, ein Hosenanzug geht auch noch. Wichtig ist, dass sich ein stimmiges Gesamtbild ergibt – also bitte nicht irgendeine Stoffhose zu irgendeinem Blazer kombinieren, sondern ein komplettes Kostüm oder einen kompletten Hosenanzug tragen. Kostüm oder Hosenanzug sollte in schlichten Farben gehalten werden. Ein dunkles Grau, ein dunkles Blau oder Schwarz sind die gängigsten Farben. Dazu tragen Sie eine weiße, ordentlich gebügelte Bluse und ein kleines, farbiges Halstuch. In der Regel werden Sie nicht ein Tuch in den Farben der Airline im Schrank haben, darum brauchen Sie sich auch nicht zu sorgen. Tragen Sie ein farblich passendes Tuch und fertig. Mit diesem Outfit zeigen Sie, dass Sie sich mit dem Dresscode bereits auseinandergesetzt haben.

Doch halt: Ein paar Details fehlen noch. Als Schuhe eignen sich ordentliche Pumps, die keinen zu hohen Absatz haben, denn denken Sie daran: Sie müssen in diesen Schuhen Fluggäste betreuen, Essen ausgeben, Getränke reichen und unzählige Male die schmalen Gänge auf- und abgehen. Pflicht ist für Stewardessen auch, dass sie ihre Haare zurückgebunden haben, sobald diese länger als bis zur Schulter reichen. Eine dezente Hochsteckfrisur passt gut zum schicken Outfit. Beim Make Up sollten sie auf eine ordentliche Grundierung sowie die Betonung von Augen und Lippen achten. Über den Wolken werden sie später noch stärker die Lider und Lippen betonen, denn dort wirkt sich das künstliche Licht besonders schlecht auf das Gesicht aus.

Die Pose bei der Ganzkörperaufnahme

Eine Ganzkörperaufnahme ist immer eine Herausforderung, denn zur Kontrolle von Mimik, Gestik, Augen- und Mundpartie, gesellen sich nun Herausforderungen wie die richtige Positionierung der Hände und Füße, die Körperspannung und die Positionierung. Tipps dazu gibt es von denjenigen, die es geschafft haben, mit der Bewerbung zu überzeugen.

Die Ganzkörperaufnahme muss nicht statisch sein, sondern kann dynamisch und praxisorientiert sein.

  • Maria ist Stewardess und hat einen Tipp fürs Bewerbungsfoto: „Ich hatte einen super Fotografen, der mir ein kleines Pult, eine Art Säule, die mir bis zur Hüfte ging, zur Hilfe gegeben hat. Darauf konnte ich meine Hände parken, während meine Beine ordentlich nebeneinander standen. Später sagte man mir, es sei eine gute Idee gewesen – besser als mit verschränkten Armen ablehnend zu wirken oder mit hängenden Schultern wie ein begossener Pudel zu wirken.“
  • Silvias Fotograf hatte eine andere Idee – er ließ Silvia in seine spätere Rolle schlüpfen. „Auf dem Bewerbungsfoto sah es aus, als würde ich mich zu einem Passagier beugen und freundlich fragen, welches Getränk er denn möchte. Das kam super an, denn man sagte mir, ich hätte verstanden, dass ich mich in schicker Kleidung und auf engem Raum freundlich und serviceorientiert geben müsste – und das habe man auch auf dem Bild gesehen.“
  • Maja hatte bisher kein Glück. Ob es an ihrem Bewerbungsfoto liegt, weiß sie nicht, dennoch berichtet sie, wie sie darauf aussieht: „Ich trage ein graues Kostüm und eine weiße Bluse. Auf das Tuch habe ich verzichtet, das sah mir zu mädchenhaft aus. Meinen rechten Arm habe ich in meine Hüfte gestemmt und meinen Blick richtete ich gerade in die Kamera.“

Natürlich kann ein Bewerbungsfoto nicht ausschlaggebend darüber sein, ob eine Bewerberin den Job bekommt oder nicht, dennoch zeigt sich: Wer sich freundlich, sympathisch und serviceorientiert gibt, kommt mit dem Berufswunsch Stewardess weiter als mit einem zu strengen Businesslook.

Bildnachweis: Tyler Olson/fotolia.com‚ gna60/fotolia.com

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