Automechaniker in einer Werkstatt repariert FahrzeugAls KFZ-Mechatroniker/in bringt man Personenkraftfahrzeuge wieder zum Laufen. Das Interesse an praktischer Arbeit sollte dabei mitgebracht werden.

Tätigkeit: Wer als KFZ-Mechatroniker/in mit dem Schwerpunkt PKW-Technik arbeitet, der wartet in erster Linie Fahrzeuge, mit denen bis zu neun Personen befördert werden können. Dabei überprüft man die fahrzeugtechnischen Systeme, führt entsprechende Reparaturen aus und/oder rüstet die Fahrzeuge mit zusätzlichen Einrichtungen, Sonderausstattungen und anderen Zubehörteilen aus.

Aufgaben/Tätigkeiten

  • Überprüfen der PKW auf eventuelle Fehlfunktionen und Störungen
  • Durchführen von Inspektionen
  • Durchführung von Wartungs- und Reparaturarbeiten
  • Aus-, Um- und Nachrüstung von Fahrzeugen mit Sonderausstattungen, Zusatzeinrichtungen und Zubehörteilen
  • Durchführen von Funktionstests
  • Einweisung der Kunden in neu angebrachte Teile und Einrichtungen
  • Kundenkontakt und -betreuung
  • Planung von Arbeitsabläufen
  • Bewerung von Arbeitsergebnissen
  • Bestellung und Bereitstellung von Ersatz- und Zubehörteilen

Arbeitsumgebung

Als KFZ-Mechatroniker/in mit dem Schwerpunkt PKW-Technik ist man in erster Linie in Reparaturwerkstätten beziehungsweise bei Fahrzeugherstellern angestellt.
Der eigentliche Arbeitsort befindet sich dabei zumeist in Werkstätten und Produktionshallen sowie in Verkaufs- und Büroräumen und Lagerhallen.

Arbeitsgegenstände/Arbeitsmittel

Zunächst einmanl benötigt man als KFZ-Mechatroniker/in für seine täglicge Arbeit die entsprechenden Unterlagen, wie zum Beispiel Wartungspläne, Schaltpläne und andere Datenblätter. Danach wird man mit Hilfe von Mess- und Prüfgeräten (z.B. Abgastester, Bremsenprüfstände), Werkzeugen und Zubehör (z.B. Schweiß- und Lötgeräte, Schraubendreher) sowie technischen Geräten und Hilfsmitteln (z.B. Hebebühnen, Computerprogramme) die entsprechenden Arbeiten an Fahrzeugen, Fahrzeugteilen und Fahrzeugzubehör vornehmen.

Arbeitsbedingungen

  • Arbeit an und mit technischen Geräten, Maschinen und Anlagen
  • Hand- und Präzisionsarbeit
  • Arbeit im Gehen und Stehen, in Werkstätten und Produktionshallen, unter Lärm, mit Schmierstoffen, bei Rauch, Kälte, Dämpfen und Gasen, unter Zwangshaltungen
  • Tragen von Schutzkleidung und -ausrüstung
  • Unfallgefahr
  • Schichtarbeit, Bereitschaftsdienst und Rufbereitschaft
  • schweres Heben und Tragen
  • häufig wechselnde Aufgaben und Situationen
  • Kundenkontakt
  • hohe Verantwortung gegenüber Kunden und anderen Personen
  • Beachtung vielfältiger Vorschriften und Gesetzesvorgaben

Verdienst/Einkommen

In Deutschland verdient man im Durchschnitt als KFZ-Mechatroniker/in mit dem Schwerpunkt PKW-Technik  zwischen 2.600 € und 2.776 € Brutto  im Monat.

Zukünftige Entwicklung

Gerade in dieser Berufsgruppe ist in den nächsten Jahren mit enormen Veränderungen, Neuheiten, Trends und weiteren Entwicklungen zu rechnen. Dazu gehören unter anderem der 3-D-Druck im Fahrzeugservice, Roboterautos, die vernetzten Autos, die Elektromobilität, innovative Airbags sowie die magnetische Kühltechnik. Als KFZ-Mechatroniker/in wird man also immer wieder vor neuen Herausforderungen stehen, denen man nur mit einer guten Aus- und Weiterbildung gegenübertreten kann.

Beschäftigungs-/Besetzungsalternativen

  • Automobilmechaniker/in
  • Kraftfahrzeugmechaniker/in
  • KFZ-Mechatroniker/in mit unterschiedlichen Schwerpunkten
  • Pannendienstfahrer/in
  • Kraftfahrzeugelektriker/in
  • Kraftfahrzeugservicemechaniker/in
  • Karosserie- und Fahrzeugbaumechaniker/in mit verschiedenen Fachrichtungen
  • Metallbauer/in mit Fachrichtung Nutzfahrzeugbau
  • Land- und Baumaschinenmechatroniker/in

Spezialisierung

Wer sich als KFZ-Mechatroniker/in auf ein Aufgabengebiet spezialisieren möchte, der kann dies im Rahmen der Tätigkeitsbereiche Kraftfahrzeugtechnik, Maschinen- und Anlagenbau, Produktionsplanung und -steuerung, Wartung, Instandhaltung und Kundendienst sowie in der Qualitätssicherung tun.

Weiterbildung

Vor allem die ständig neuen Herausforderungen, denen man sich als KFZ-Mechatroniker/in gegenüber sieht, stellen immer wieder neue Ansprüche an die Ausbildung beziehungsweise erweiterten Kenntnisse und Fertigkeiten. Von daher sind spezielle Lehrgänge immer zu empfehlen.
Wer sich indes beruflich weiterentwickeln möchte, dem seien die nachfolgenden Beispiel an Weiterbildungen und Studiengänge ans Herz gelegt.

  • Kraftfahrzeugtechnikermeister/in
  • Industriemeister/in mit Fachrichtung Metall
  • Zweiradmechanikermeister/in
  • Staatlich Geprüfte/r Techniker/in mit unterschiedlichen Fachrichtungen
  • Fach- und Betriebswirt/in
  • Geprüfte/r Kraftfahrzeug-Servicetechniker/in
  • Ausbilder/in
  • Fachkraft für innovative Fahrzeugaufbereitung
  • Studienrichtung Elektromobilität
  • Studienrichtung Fahrzeugtechnik
  • Studienrichtung Mechatronik

Beispiel für ein Bewerbungsanschreiben als KFZ-Mechatroniker/in für PKW-Technik

Sehr geehrte Damen und Herren,

möglicherweise können sich meine langjährigen Berufserfahrungen als KFZ-Mechatronikerin und Ihre einschlägigen Kompetenzen auf dem Fahrzeugmarkt wundervoll ergänzen.

In meiner derzeitigen Anstellung hatte ich zahlreiche Gelegenheiten, mich neben den herkömmlichen Aufgaben als KFZ-Mechatronikerin auch mit den neuesten Entwicklungen und Trends zu befassen und vertraut zu machen. Doch gerade im Bereich der Elektromobilität kann ich in Ihrem erfolgreichen Unternehmen des Fahrzeugbaus wohl noch einiges mehr lernen und anwenden.

Ich freue mich darauf, mit Ihnen persönlich darüber zu sprechen, in welcher Form und in welchem Umfang wir unser beider Erfahrungen miteinander verbinden können, denn ich bin überzeugt davon, dass sich meine umfassenden Erfahrungen und Kenntnisse mit den Ihrigen wundervoll und nützlich ergänzen werden.

Mit freundlichem Gruß

Beispiel für ein Bewerbungsanschreiben als Azubi KFZ-Mechatroniker/in

Sehr geehrte/r Frau/ Herr Riedel,

Unter dem Auto liegen und immer schmierige Hände haben? – In meiner Freizeit mache ich das bereits. Um das auch in der restlichen Zeit machen zu können, bewerbe ich mich hiermit bei Ihnen für den von Ihnen in der Zeitung ‚Torfkurier‘ am … ausgeschriebenen Ausbildungsplatz zum Automobilmechatroniker. Von Ihrem Unternehmen habe ich schon von vielen zufriedenen Kunden gehört.

In Ihrem mittelständischen Unternehmen würde ich gerne mehr lernen über all die Schrauben und sensiblen Geräte, die so ein Auto in sich verbirgt. Damit ich nicht mehr vor mich hin probiere, sondern immer genau weiß, was ich mache und warum ich das mache. Das neue Berufsbild des Automobilmechatronikers mit den vergrößerten Technikbereichen finde ich für mich reizvoll. Technischen Fortschritt finde ich in allen Bereichen sehr spannend.

Ich arbeite gerne mit anderen Menschen zusammen, kann aber auch für mich alleine gut arbeiten. Routine- und ‚Drecksarbeiten‘ sind für mich kein Problem. Derzeit besuche ich die letzte Klasse an der Realschule und werde sie im Sommer mit dem erweiterten Realschulabschluss beenden.

Über eine Einladung zu einem Bewerbungsgespräch bei Ihnen würde ich mich sehr freuen.

Mit freundlichen Grüßen

41 Fragen aus dem Einstellungstest

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